Mit der Andacht „Boot des Lebens“ gestaltete die Pfarrei am Palmsonntag in der Auferstehungskirche einen ruhigen, nachdenklichen Einstieg in die Karwoche. Texte, Musik und Gebet griffen dabei die Höhen und Tiefen des Lebens auf. Die Einführung lud dazu ein, das eigene Leben als Boot zu verstehen – mit ruhigen Phasen ebenso wie mit Zeiten von Gegenwind und Unsicherheit. In den Texten zeichneten die Lektoren Kerstin Kiener, Sabine Voit, Karl Kiesl und Winfried Bühner vertraute Bilder: Gott als Anker, als Stern der Orientierung und als Fels in der Brandung. Den musikalischen Rahmen gestaltete das Streichorchester Pfreimd unter der Leitung von Winfried Siller als engagiert und klanglich ausgewogen musizierendes Ensemble. Mit vielen Stücken wie den irischen Volksweisen „The Foggy Dew“ und „Quiet Sailing Waters“, einem Auszug aus Händels „Wassermusik“ sowie „Die Quelle“ aus Smetanas „Moldau“ setzte es ruhige Akzente zwischen den Texten. Organist Tobias Rupprecht ergänzte die Andacht an der Pirker Klais-Orgel einfühlsam und stilsicher mit einem Bach-Präludium und „Von guten Mächten“ sowie am E-Piano mit Chopins „Regentropfen-Prélude“. Inhaltlich ermutigte die Andacht dazu, im Leben immer wieder neu auszurichten, Ballast abzuwerfen und den eigenen Kurs zu überprüfen. Auch Erfahrungen von Schuld, Zweifel und Verlassenheit wurden angesprochen – verbunden mit der Zusage, nicht allein zu sein. Die Fürbitten nahmen die Nöte der Welt in den Blick, etwa Krieg, Flucht und persönliche Krisen. Der Schlusssegen stellte die Hoffnung in den Mittelpunkt, dass Gottes Nähe durch alle Zeiten trägt. Idee, Zusammenstellung und Organisation der Andacht lagen bei Karl Prell, der neben vielen Ämtern in Pirk auch der Vorsitzender des Orchestervereins ist. Im Anschluss lud Prell zum Fastenessen ins Pfarrheim ein. Der Erlös wurde dem Kinderkrankenhaus in Bethlehem gespendet.