„Mein Jakobsweg vor der Haustüre“ – Legenden, Fakten, Funde am Weg, war das Thema eines Vortrags von Peter Seidl, dem ehemaligen Schulleiter des Erasmus-Gymnasiums und Stadtführer, bei der KAB Hl. Dreifaltigkeit. Beschrieben hatte er seine Etappen von Schwandorf nach Ensdorf, Ensdorf nach Hohenburg und Hohenburg nach Kastl und hat diese mit eindrucksvollen Bildern auf und neben dem Weg, sowie die Jakobuskirchen in Schwandorf, Ensdorf und Hohenburg belegt. Der Jakobusweg ist der wohl bekannteste Pilgerweg der Welt, denn seit dem Mittelalter führt der Pilgerweg Menschen nach Santiago des Compostela in Spanien, wo der Überlieferung nach, die Überreste des Heiligen Jakobus ruhen. Der Jakobusweg ist heute nicht nur ein spirituelles Erlebnis, sondern eine kulturelle und körperliche Herausforderung, die Menschen als aller Welt anzieht und heute UNESO-Weltkulturerbe ist. Meist ist mit dem Weg der Pilgerweg in Nordspanien gemeint. Tatsächlich ist der Jakobsweg jedoch ein Wegenetzwerk, das viele verschiedenen Pilgerwege in Europa umfasst. Diese Wege können auch vor der Haustüre beginnen, auch wenn die Wege nicht mit den typischen kleinen Muscheln markiert sind. Die Gründe sind vielfältig, warum Menschen pilgern und den Jakobsweg gehen, auch viele die nur dem Alltag entfliehen wollen, Ruhe in der Natur finden oder um Gleichgesinnte treffen. Peter Seidl konnte viel Wissenswertes über den Ursprung berichten, aber auch Zusammenhänge politischer und wirtschaftlicher Einflüsse des Jakobsweg.