Kurz vor den Sommerferien tauschten die Kinder der dritten und vierten Klassen der Trautwein-Grundschule Moosbach ihre Schultaschen gegen Rucksäcke und ihre Federmäppchen gegen Becherlupen und Eimer ein. Mit dem Naturpark-Ranger des nördlichen Oberpfälzer Waldes, Manuel Thelen, machten die Mädchen und Buben einen kurzen Fußmarsch nach Gröbenstädt. Rechts von ihnen ein Teich – links ein Bach: So ließen sich stehende und fließende Gewässer sehr gut vergleichen. Die neugierigen Forscher bemerkten schnell, dass sich im Bach mehr Tiere tummelten als im Teich. Angeleitet durch den Experten zogen sie fachliche Rückschlüsse auf die Ursachen dafür und lernten, dass sowohl die Temperatur, der pH-Wert als auch der Sauerstoffgehalt im Wasser ausschlaggebend sind. Spannend waren zunächst vor allem die Signalkrebse. Die Begeisterung machte jedoch schnell Platz für etwas Sorge, als der Naturpark-Ranger die Hintergründe zu dieser invasiven Krebsart erklärte. Das Augenmerk galt auch Lebewesen, die sonst eher übersehen werden und trotzdem viel zu bieten haben, so beispielsweise der Köcherfliegenlarve, die in ihrem selbst gebauten Köcher perfekt getarnt ist, oder der roten Mückenlarve, bei der der auch im menschlichen Blut vorhandene Stoff Hämoglobin dafür sorgt, dass die Larve auch an sauerstoffärmeren Plätzen gut leben kann. Mit Rucksäcken, die nun nicht nur mit nassen Becherlupen gefüllt waren, sondern auch mit reichlich neuen Informationen, traten die Entdecker den Rückweg an.