Starker Auftritt des TV Burglengenfeld bei den Mountainbike-Titelkämpfen in Wombach – Kettenpech und Sturz bremsen weitere Topresultate.
Mit einer Bronzemedaille bei den Deutschen Mountainbike-Meisterschaften setzte der TV Burglengenfeld bei den Titelkämpfen im fränkischen Wombach ein deutliches Ausrufezeichen. Allen voran sorgte Junior Leopold Sigl mit Rang drei für das herausragende Ergebnis des Wochenendes. Doch auch Emma Leopold und Lambert Sigl zeigten starke Leistungen, wurden jedoch durch Pech um noch bessere Platzierungen gebracht.
Ausgetragen wurden die Titelkämpfe erneut im fränkischen Wombach, wo die Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen XCC und XCO sowie Rennen der Nachwuchs-MTB-Bundesliga stattfanden. Der rund vier Kilometer lange Kurs verlangte den Fahrerinnen und Fahrern alles ab: steile Anstiege, grobe Steinfelder und längere Wurzelpassagen machten die Strecke technisch anspruchsvoll und körperlich fordernd.
Bereits am Samstag eröffnete Lambert Sigl den Einsatz des TV Burglengenfeld in der U17-Bundesnachwuchssichtung. Nach einem Sturz im Training konnte er nicht ganz an seine gewohnte Stärke anknüpfen. Zwar kam er gut ins Rennen und positionierte sich zunächst im Feld, musste im weiteren Verlauf jedoch Plätze abgeben. Am Ende erreichte er Rang 20 unter 67 Startern. „Ich brachte einfach keinen Druck aufs Pedal und konnte nicht mitgehen“, sagte er etwas enttäuscht nach dem Rennen.
Für den sportlichen Höhepunkt aus Sicht des TV Burglengenfeld sorgte am Sonntag Leopold Sigl in der Juniorenklasse (U19). Mit Startnummer drei ging er als Mitfavorit ins Rennen und behauptete sich zunächst in der Spitzengruppe. Obwohl das Tempo von Beginn an enorm hoch war, ließ sich der Burglengenfelder nicht aus der Ruhe bringen. Als Vierter fuhr er lange Zeit ein einsames Rennen, meisterte die technisch anspruchsvollen Passagen souverän und hielt den Abstand zur Spitze konstant.
In der vierten von sechs Runden folgte schließlich die entscheidende Attacke. „Ich spürte, wie die Beine immer besser wurden und das Podium erreichbar ist“, berichtete Sigl nach dem Rennen. Mit einer beeindruckenden Schlussphase schloss er die Lücke zum Drittplatzierten, setzte sich entscheidend durch und überquerte als Dritter die Ziellinie. Der Lohn: die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften sowie die Nominierung für die Europameisterschaften im schweizerischen Monte Tamaro durch Bundestrainer Stefan Kaiser – eine verdiente Belohnung für eine herausragende Leistung.
Auch Emma Leopold zeigte in der Juniorinnen-Konkurrenz ein starkes Rennen und lag lange aussichtsreich im Kampf um eine Top-Ten-Platzierung. Auf der technisch anspruchsvollen Strecke kam sie hervorragend zurecht und konnte sich nach einem gelungenen Start im Bereich des zehnten Platzes etablieren. Doch ausgerechnet in der Schlussrunde schlug das Pech zu: Ein Kettenabwurf kostete wertvolle Zeit. Rund fünfeinhalb Minuten dauerte es, bis das Problem behoben war. Dadurch fiel sie noch auf Rang 14 zurück. „Der Start verlief gut, ich konnte mich gut einreihen und meine Position lange halten. Mit der Strecke kam ich sehr gut zurecht und die Beine waren super. Umso ärgerlicher war der Kettenabwurf in der letzten Runde“, schilderte sie enttäuscht im Ziel.