Mit großer Resonanz ist im Museum Mitterteich die Sonderausstellung „Wege durch Zeit und Seele” des Künstlers Ernst Umann eröffnet worden. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher ließen sich zur Vernissage auf eine künstlerische Reise ein, die weit über das rein Ästhetische hinausgeht. In seiner Eröffnungsrede gab Umann einen tiefen Einblick in die Gedankenwelt hinter seiner Malerei. Die Ausstellung versteht sich als „Reisebeschreibung”, als bildhafte Erzählung über Erfahrungen, Gefühle und Gedanken zu gesellschaftlichen Entwicklungen. Seine Werke sind bewusst nicht nur gefällig: „Auf meinen Wegen durch Zeit und Seele blühen keine Blumen. Meine Wege sind steinig und beschwerlich”, erklärte der Künstler - ein Spiegel seiner Sorge um die Zukunft von Mensch und Natur.
Ergänzt wird die Ausstellung durch zwei Lesungen im Museumscafé: am 23. April um 18 Uhr mit dem Thema „Meditationswege” und am 6. Mai um 18 Uhr zu „Sagen und Geschichten aus der Oberpfalz”, gelesen von Peter Märkl, Freund des Künstlers.
Trotz der oft ernsten Inhalte versteht Umann seine Kunst jedoch nicht als reine Anklage, sondern als Appell an das Positive im Menschen. Am Ende bleibt nicht die Sorge, sondern ein leiser, aber spürbarer Optimismus - die Erinnerung daran, dass im Menschen die Fähigkeit zur Veränderung liegt! Vernunft, Mitgefühl und der Wunsch nach einem guten Miteinander: Diese leisen Kräfte ziehen sich wie ein roter Faden durch die Ausstellung. Die Ausstellung ist bis Anfang Juni im Museum Mitterteich zu sehen.