Im Notfall zählt jede Sekunde. Doch wenn der Rettungsdienst eintrifft, können sich Patienten in einer Ausnahmesituation oft nicht mehr richtig artikulieren. Hier setzt das Prinzip der SOS-Dosen an. Ein kleiner Lebensretter für den Kühlschrank. Charlene Rubenbauer, die Seniorenbeauftragte und Pflegeberaterin des Landkreises Amberg-Sulzbach, folgte kürzlich gerne der Einladung von Regina Pilhofer, Leiterin der Fachstelle für pflegende Angehörigen in der Ökumenischen Sozialstation. Charlene Rubenbauer erklärte den teilnehmenden Seniorinnen und Senioren vom Seniorentreff „Am Hofgarten” und der „Ökumenischen Tagespflege” das Prinzip der SOS-Dose. In der Dose liegt ein Datenblatt mit allen wichtigen Informationen, z.B. Vorerkrankungen, Allergien, Medikamente, Kontaktpersonen und Hausarzt. Gelagert wird die Notfalldose im Kühlschrank, ein Ort, der in nahezu jedem Haushalt schnell auffindbar ist. Entsprechende Aufkleber an der Haustür und am Kühlschrank signalisieren den Rettern sofort: Hier gibt es eine SOS-Dose. Die Dosen wurden im Anschluss direkt an die anwesenden Seniorinnen und Senioren verteilt, die sich alle begeistert zeigten. Charlene Rubenbauer betonte bei der Übergabe wie wichtig diese Aktion ist: „Diese Dosen schenken unseren älteren Mitbürgern und deren Angehörigen ein großes Stück Sicherheit. Es ist ein einfaches Prinzip, das im Ernstfall Leben retten kann.”