Pflegende Angehörige leisten täglich Enormes, oft bis an die Grenzen der eigenen Belastbarkeit. Wie wichtig es ist, dabei die eigene Psychohygiene, die Selbstfürsorge und die Achtsamkeit nicht aus den Augen zu verlieren, wurde beim Angehörigentreffen im Monat Mai auf ganz besondere Weise erlebbar. Nach einer kurzen Begrüßung durch Regina Pilhofer, Organisatorin des Treffens im Rahmen der Fachstelle für pflegende Angehörige, ging es direkt in die Praxis über. Die Geschichte vom „Stein der Weisheit” wurde eindrucksvoll visuell untermalt. Ein großes, leeres Glas symbolisierte das Leben. Nach und nach wurden schwere Steine hineingelegt-jeder Stein stand symbolisch für die Belastung im Pflegealltag. Kleinere Steine, Kiesel und Sand kamen als Alltagsaufgaben, Berufliches und Sorgen noch hinzu. Obwohl das Glas randvoll auf die Angehörigen wirkte, wurde noch Wasser in das Glas gegossen, dies umspülte die verschiedenen Inhalte und symbolisierte die Kraftquelle. Die von jedem Menschen unterschiedlich ist und nicht ganz vergessen oder missachtet werden darf. Das Wasser kann die „Steine” zwar nicht verschwinden lassen, aber es nimmt die Last und macht es erträglicher. Als Erinnerung an die Geschichte bekam jeder der Teilnehmer ein kleines, glatt geschliffenes Herz als „Handschmeichler”, um nicht zu Vergessen auch gut für sich selbst zu sorgen. Am Ende des Angehörigentreffens wurde mit Trommel-Sticks ein Zeichen für die Pflege, aber vor allem für sich selbst als pflegender Angehöriger gesetzt. Das Trommeln war Teil der bundesweiten Aktion „Trommeln für die Pflege-Pflege wird hörbar”.