„Wenn i af Weißenberg göih, göih”, ist schon fast die Hymne für die Kirwa in Weißenberg. Dieses Lied ist nicht nur bei den Kirwaleuten, sondern auch bei den Gästen in aller Munde, denn es heißt, es ist wieder Kirwa. In diesem Jahr erbarmte sich wegen der Hitze der Wecker schon nach 19 Minuten für das Oberkirwapaar, dennoch wurden noch einige Tänze angehängt.
Wer von Edelsfeld nach Weißenberg fährt, sieht bis zur Allerweltskirwa ein besonders prächtiges Stück, den geschmückten Kirwabaum, der scheinbar von Jahr zu Jahr größer wird. Perfekt vorbereitet und gut organisiert war die Kirwa vom Kirwachef Johannes Brandt mit seinem Team.
Schon die Vorbereitungen vom Kirwaasgrohm bis zur Nachkirwa kosteten einige Substanz. Der schönste Baum aus dem Weißenberger Wald war am Samstag schnell eingeholt und mit Maschinenkraft aufgestellt. Den Baum geschmückt und die Gurzer hinausgeschrien, so ging es am Samstagabend mit den Klängen der Gruppe „Wos was i” in die Nacht. Der Barbetrieb erwischte schon die ersten Morgenstrahlen.
Am Sonntag zogen alle Kirwapaare auf den Berg zum Gottesdienst in die St.-Veit-Kirche. Nach dem Mittagessen am Kirwaplatz wurden im Dorf die Moila eingeholt und zum Festplatz gebracht. Viele Besucher umringten inzwischen den Tanzboden oder suchten sich ein schattiges Plätzchen. Sie feuerten die Kirwa-Paare bei ihren bestens eingeübten Tänzen und Liedern an.
Das Oberkirwapaar Eva Pilhofer und Paul Kurz war nach schweißtreibenden Tänzen mit dem Blumenstrauß gekürt. Nach den Schautänzen folgten mit Eva und Paul noch einige Walzer oder Dreher fürs Publikum. Doch das Ende war eine Erlösung für alle. Schnell noch die Insignien des Oberkirwapaares vom Baum geholt und der beste Platz war nun im Zelt oder im Schatten. „Jedsmal Anerschd” sorgten für die richtige Kirwa-Stimmung bis in die Nacht.
Am Montag wurden dann von den Kirwa-Moila Köichla in der Gmoi verkauft, um die „Kirwa-Kasse” aufzubessern. Das gemütliche Beisammensein im Freien oder im Festzelt ab dem Nachmittag bis in die Nacht bei gutem Essen und einer Maß Bier oder Antialkoholisches unterstützten die „Südwindbuam”. Für Abwechslung sorgten die „Alten Kirwapaare”, die ebenso austanzten und als Oberkirwapaar Laura und Stesi den Tanztrainer kürten. Schöne Preise heimischer Firmen gab es bei der abschließenden Verlosung des Kirwabaumes, den Werner Schöner gewann und an die Kirwapaare zurückgab.