Wer geht schon gerne freiwillig ins Gefängnis denkt sich jeder, nicht so der Rentnerstammtisch Weißenberg. Bernhard Graf hat seine Kontakte spielen lassen um die Türen der JVA Amberg für einen Besuch zu öffnen. Etwas beklemmende Gefühle bekam der eine oder andere bereits bei der Begrüßung durch den stellvertretenden Aufsichtsdienstleiter der JVA Gernot Kranl und der Abgabe von Handy und Autoschlüssel. Kranl informierte anschließend über die Geschichte des Gebäudes und über den derzeit laufenden heutigen Dienstbetrieb. Noch etwas beeindruckender wirkte auf die Besichtigung einer Gemeinschaftszelle und die Vorstellung hier längere Zeit bei meist verschlossenen Türen verweilen zu müssen. Ein kleiner Abstecher ins Gotteshaus der Anstalt ließ wieder an das bürgerliche Leben denken. Doch gleich darauf sank bei Betreten der BZelle die Stimmung deutlich. Diese Zelle ist ein besonders gesicherter Haftraum der die maximal mögliche Härte des Strafvollzugs erkennbar machte. Ganz im Gegensatz zu diesen Haftbedingungen standen die Besichtigung der Gärtnerei und Werkstätten. Hier haben die Insassen die Möglichkeit ihren Haftalltag etwas aufzulockern ja sogar ihre berufliche Bildung zu verbessern. Besonders eindrucksvoll waren dabei die Arbeiten der Schreinerei. Sie gaben Aufschluss über die handwerkliche Kunst welche selbst hinter Gefängnismauern möglich ist. Beeindruckend war die Größe des Geländes sowie die Menge an Gebäuden und Einrichtungen die man als Bürger bei der Vorbeifahrt mit dem Auto völlig unterschätzt. Nach einer sehr interessanten Führung durch Gernot Kranl, einer Fülle an neuen Informationen und erleichtert die Strafanstalt nach knapp 2 Stunden wieder verlassen zu dürfen, stellten sich alle gerne für ein Gruppenfoto zur Verfügung.