Frühmorgens machten sich Gläubige aus Kastl zur traditionellen Fußwallfahrt auf den Armesberg auf. Ziel war die der Heiligen Dreifaltigkeit geweihte Kirche auf dem Basaltgipfel, die zur Pfarrei Kulmain gehört. Auf dem Weg baten die Wallfahrer um den Segen des Herrn für Mensch, Tier und Natur. An der schmucken Herz-Jesu-Kapelle in Reuth legten die Pilger einen kurzen Halt ein und sprachen ein Gebet. In Reuth, Köglitz und Schönreuth begleiteten Glockenklänge die Wallfahrer durch die Ortschaften. Nach etwas mehr als zwei Stunden durch die prächtige Landschaft des Kemnather Landes erreichten die Wallfahrer ihr Ziel. Dort feierten sie gemeinsam mit weiteren Gläubigen aus Kastl, die mit dem Auto gekommen waren, die Pfarrmesse mit. Ortspfarrer Markus Bruckner begrüßte die Gäste aus Kastl herzlich. Auch Mitglieder des Motorradclubs Kulmain hieß er willkommen, die an diesem Wochenende ihr traditionelles Treffen abhielten. Den feierlichen Gottesdienst umrahmte der Kulmainer Sängerbund musikalisch. Pfarrer Markus Bruckner ging in seiner Ansprache auf das Gleichnis von der Perle und dem Schatz ein und griff dabei auf die Auslegung eines Amtskollegen in Versform zurück. Der Mann, der den Schatz oder die Perle entdeckt, steht für den Christen, der das Evangelium für sich entdeckt und bereit ist, für dieses wunderbare Geschenk alles herzugeben, sein Leben zu ändern und um des Glaubens willen auf materiellen Besitz zu verzichten. Organisiert wurde die Wallfahrt vom Pilgerteam mit Frieda Zeitler, Martina Oguntke und Silvia Schinner. Die verkehrstechnische Absicherung der Pilger übernahm die Freiwillige Feuerwehr Löschwitz.