Trotz kühler Januarluft ließen sich zahlreiche Mitglieder des Karatevereins nicht davon abhalten, an der diesjährigen Nachtwanderung teilzunehmen. Die rund fünf Kilometer lange Strecke (wurde von Trainerin Sabine Köppl angeführt) führte durch Wald und Wiesen, über Feldwege sowie entlang eines Radwegs und bot den Teilnehmenden ein besonderes Naturerlebnis in der Dunkelheit. Ein Höhepunkt der Wanderung war der wunderschöne Abendblick auf die Stadt Oberviechtach, die im Lichterglanz unter dem dunklen Sternenhimmel lag. Dieser Moment lud kurz zum Innehalten ein und machte die Anstrengungen des Weges schnell vergessen.
Nach der halben Strecke wurde eine kurze Pause eingelegt, bei der sich alle Teilnehmenden mit warmen Getränken stärken und neue Kraft für den weiteren Weg sammeln konnten. Gerade für die jüngeren Wanderer war diese Unterbrechung eine willkommene Gelegenheit zum Durchatmen oder einer Schneeballschlacht.
Bemerkenswert war zudem der jüngste Teilnehmer: Mit gerade einmal vier Jahren bewältigte er die komplette Strecke und hielt bis zum Schluss auf eigenen Beinen tapfer durch. Viele der Karateka trugen Taschenlampen und Warnwesten, sodass die Gruppe auch im Dunkeln gut sichtbar war. An Straßenüberquerungen achteten die erwachsenen Begleitpersonen besonders sorgfältig auf die Sicherheit aller Beteiligten.
Die letzten Meter auf dem Weg zur Halle verlangten noch einmal viel Durchhaltevermögen. Ein kühler Wind pfiff um die Nasen und machte den Endspurt anstrengend. Doch die Motivation war groß, denn am Ziel wartete bereits eine wohlverdiente Stärkung: Im Dojo „Genbukan“ (= japanisch und bedeutet übersetzt „Einsamer kalter Ort“) wurden deftige Currywurst mit Pommes angerichtet.
In geselliger Runde klang der Abend aus, wobei die große Beteiligung von Kindern, Familien und Erwachsenen eindrucksvoll den starken Zusammenhalt und die generationenübergreifende Gemeinschaft im Verein widerspiegelte.
Vorstand Michael Hirn zeigte sich mit dem gelungenen Abend sehr zufrieden und ließ bereits erkennen, dass einer ebenso schönen Nachtwanderung im kommenden Jahr nichts im Wege stehen dürfte.