Am Morgen des 10. August traten zehn Kinder gemeinsam mit vier Betreuern der Gesellschaft Steinwaldia Pullenreuth die Fahrt nach Hahnbach an, um von dort mit Kanus auf der Vils Amberg entgegen zu paddeln. Nach knapp einer Stunde Autofahrt wurde die Reisegruppe mitten in Hahnbach am Ufer der Vils von Frau Götz vom dortigen Kanuverleih in Empfang genommen. Diese unterwies die Kinder im richtigen Umgang mit den Wasserfahrzeugen und rüstete sie mit Trockensäcken und Schwimmwesten aus. Anschließend verluden die Teilnehmer Brotzeit und Wechselklamotten in die bereitgestellten Kanus und brachten diese zu Wasser.
Der heißen Witterung angepasst ging es dann mit ausreichend Trinkwasser und Sonnenschutz versorgt auch schon los. Auch die Vils führte glücklicherweise trotz der wochenlangen Trockenheit genügend Wasser, sodass die Fahrt flussabwärts Richtung Amberg ohne größere Schwierigkeiten vonstattengehen konnte.
Die im oberen Flusslauf sehr natürliche Vils bot den Paddlern über weite Strecken Schatten durch üppigen Uferbewuchs. Zudem erfreuten unterschiedlichste Wasserbewohner wie Fische, Libellen, Enten und Schwäne die Kinder während der Fahrt. An einer der beiden Umtragestellen interessierte sich sogar eine Herde Ziegen für die Ausflügler.
Auf halber Wegstrecke hielt man Rast, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen. Nicht nur diese Gelegenheit nutzten die Kinder, um sich im Fluss ausgiebig zu erfrischen.
Nach weiteren Kilometern zwischen Bäumen, Schilf und Sträuchern wartete zum Ende der Fahrt noch ein besonderes Highlight: die Fahrt direkt durch die Amberger Altstadt. Da staunte der eine oder die andere nicht schlecht, als beispielsweise der imposante Westgiebel der Basilika St. Martin oder die berühmte Stadtbrille passiert wurden. Sogar eine der Amberger Plätten – Nachbauten historischer Lastkähne – kreuzte zum Ende der Tour noch den Weg der Kanufahrer. Am Drahthammerschlößl schließlich endeten 16 schöne, aber auch anstrengende Flusskilometer.
Die Teilnehmer reinigten die Boote und übergaben sie an Frau Götz, welche schon auf die Truppe wartete. Bevor schließlich die Heimfahrt angetreten wurde, durfte ein Eis als Belohnung für die vollbrachte Leistung natürlich nicht fehlen. Und wieder eine Autostunde später kamen zehn müde, aber glückliche junge Kanufahrer wieder in Pullenreuth an.