Der Heimat- und Volkstumsverein Ehenbachtaler Schnaittenbach e. V., der in diesem Jahr sein 80-jähriges Bestehen begehen kann, hatte zur Jahreshauptversammlung, bei der es in erster Linie um den Fortbestand des Vereins ging, ins Trachtlerheim eingeladen. Wichtigster Punkt war dabei die Neuwahl der gesamten Vorstandschaft sowie des Vereinsausschusses, die jedoch ohne positives Ergebnis verlief.

Insgesamt 16 Trachtlermitglieder konnte 1. Vorstand Erwin Meier zu dieser richtungsweisenden JHV begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht blickte Meier sowohl auf ein arbeits- als auch ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Insgesamt zwölf Vorstands- und Ausschusssitzungen sowie mehrere Besprechungen mit Bürgermeister Marcus Eichenmüller, der Freilichtbühne am Buchberg e. V. und dem TuS waren zur Bewältigung der anstehenden Probleme erforderlich. Aufgrund der Überalterung der Vorstandschaft musste man sich notgedrungen dazu entschließen, sowohl das Catering bei den Buchbergtheatern als auch das traditionelle Buchbergfest in jüngere Hände zu legen. Zum 1. Mai 2025 wurde zudem das Erbbaurecht an der Buchberghütte an die Stadt zurückgegeben und die Gebäulichkeiten, samt Inneneinrichtung der Küche und der Gasträume, unentgeltlich an die Kommune übereignet. Weitere Aktivitäten waren die 14-tägigen Vereinsabende im Trachtlerheim, die Osterwanderung von Vereinswanderwart Heinz Gebhardt, die Teilnahme an verschiedenen Festumzügen, Kreuzerhöhung am Buchberggipfelkreuz, Grillabende, Ausbuttern, Faschingstreiben, Karpfenessen, Vereinsweihnachtsfeier mit Ehrungen, Freundschaftstreffen mit dem Hirschauer Patenverein, Sterbebilderausstellung von Vereinschronist Ewald Großmann usw. Auf großes Interesse in der Bevölkerung stießen die Videofilmabende von Hans Grieger über „Frejas in Schnoittnboch” und „Heimat- und Volkstumspflege in Schnoittnboch” sowie sein Vortrag „Gstorm wird allaweil” im Kulturstadel. Das Pächterproblem der Buchberghütte konnte, so 2. Vorstand Hans Grieger, im Frühjahr gelöst werden, genauso wie der Abbau des übernommenen ursprünglichen Schuldenstandes von etwa 23.500.-- €, so dass der Trachtenverein nun völlig schuldenfrei ist. Demnächst werde man je eine Hinweistafel auf den 12. Meridian in der Kick-Rasel-Straße und am Bahnhof aufstellen und die umfangreichen Forschungen von Franz Flammersberger, die wertvolle Werke der Schnaittenbacher Heimatgeschichte sind, als Heftchen herausgeben. Von ihrer Arbeit als Trachtenwartin berichtete Schriftführerin Maria Schwab, während Kassenverwalterin Veronika Graf die gute Kassenlage der Trachtler offenlegte, was von den beiden Kassenrevisoren Dominik Strähl und Fabian Rösch bestätigt und bescheinigt wurde, so dass die Entlastung der gesamten Vorstandschaft von der Versammlung erfolgte. Die Neuwahlen der Vorstandschaft unter Leitung von Hans Kiener waren leider erfolglos, denn die bisherige Vorstandschaft stellte sich wegen Überalterung nicht mehr zur Verfügung und an Bewerbern mangelte es. Lediglich Hans Kiener konnte von der Versammlung, anstelle von Fabian Rösch, als zweiter Kassenrevisor bestimmt werden. Die alte Vorstandschaft bleibt also bis zur außerordentlichen Versammlung im Herbst im Amt. Sollte auch diese dann ergebnislos verlaufen, führe kein Weg mehr an einer Auflösung des 80-jährigen Trachtenvereins vorbei.