Wissenschaft ist der Schlüssel zur Erschließung der Geheimnisse, die unsere Welt zu bieten hat – in diesem Sinne beschäftigten sich die Abiturientinnen und Abiturienten des HCA-Gymnasiums im Rahmen der angebotenen W-Seminare mit verschiedensten Themen auf wissenschaftlicher Basis. Schulleiter OStD Ulrich Zänker und Oberstufenkoordinator StR Christoph Zapf würdigten in diesem Zusammenhang die besten Ergebnisse der W-Seminare und gratulierten zu folgenden hervorragenden Seminararbeiten:
Valerie Preiß untersuchte in ihrer Seminararbeit im Leitfach Chemie zum Thema „Eigenschaften und Nachhaltigkeit von Lebensmitteln“ den Vitamin-C-Gehalt von verschieden Apfelsäften. Um diesen zu bestimmen, wurde eine Redoxtitration durchgeführt. So ließ sich herausfinden, ob Bioapfelsäfte mehr oder weniger Vitamin C enthalten als konventionell hergestellte Apfelsäfte.
Im Rahmen des Leitfachs Geographie thematisierte Paul Grafs Seminararbeit mit dem Titel „Die Donau in Regensburg: Ökosystem und Wirtschaftsfaktor“ das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Nutzung und dem Erhalt der natürlichen Donau. Sowohl durch ein Interview als auch mithilfe wissenschaftlicher Artikel und einer Wasseranalyse vor Ort wurde ersichtlich, dass in Zeiten des Klimawandels und Hochwassers auf eine nachhaltige Flussnutzung gesetzt werden muss.
In seiner Seminararbeit im Leitfach Geschichte zum Thema „Die Stellung der Frau in der DDR - zwischen Theorie sozialistischer Gleichstellung und praktischen Alltagserfahrungen“ verglich Konstantin Schunk Anspruch und Wirklichkeit der Gleichstellungspolitik in der DDR. Er kam zu dem Ergebnis, dass die Gleichstellungspolitik des SED-Staates doch in vielen Bereichen erfolgreich war, wie etwa dem flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen oder dem Erzielen einer beachtlichen Erwerbstätigkeitsquote von Frauen.
Nicolas Preißl beschäftigte sich in seiner Seminararbeit aus dem Leitfach Geschichte mit der Frage, inwiefern Lady Diana mit ihrem sozialen Engagement einen Einfluss auf die Gesellschaft ausübte. Der Fokus lag dabei auf mehreren Tabubrüchen, beispielsweise in Bezug auf das HIV-Virus, welche Diana maßgeblich vorantrieb. Das Ergebnis der Arbeit zeigt klar: Durch ihr Engagement beeinflusste Lady Diana nicht nur die damalige globale Gesellschaft. Auch heute noch sind ihre Errungenschaften für Minderheiten nachhaltig spürbar.
Malin Kopczyk war in ihrer Seminararbeit aus dem Leitfach Kunst zum Thema „Die Familie in der Kunst“ mit der Rolle der Mutter und der Frage befasst, wie ihre vielfachen Belastungen durch Carearbeit, Haushalt, Karrierebestrebungen und gesellschaftlichen Erwartungsdruck sichtbar gemacht werden können. Ausgangspunkt der Arbeit war die historische Entwicklung des Mutterbildes und dessen Darstellungsmöglichkeiten im Film. Für die praktische Umsetzung interviewte sie mehrere Mütter und verband ihre Aussagen mit alltäglichen Szenen. Der entstandene Kurzfilm „Weil ich eine Mama bin“ thematisiert die oft unsichtbare Belastung von Müttern innerhalb patriarchaler Strukturen.