Etzenricht. Sommer, Sonne und gute Stimmung gehören eigentlich zu einem gelungenen Sommerfest. Beim diesjährigen Sommer- und Kinderfest der SPD Etzenricht gab es davon allerdings fast schon zu viel: Bei Temperaturen von über 35 Grad wurde die Veranstaltung auf dem Sportplatz zu einer besonderen Herausforderung für Besucher und Helfer.
„Früher haben wir uns Gedanken gemacht, ob wir ein Fest wegen Regen absagen müssen. Inzwischen müssen wir uns fragen, ob eine Veranstaltung bei extremer Hitze überhaupt stattfinden kann”, beschreibt SPD-Ortsvereinsvorsitzende Monika Waldeck die veränderten Bedingungen. Auch im Hinblick auf den Klimawandel werde man sich künftig Gedanken über den richtigen Termin und mögliche Ausweichmöglichkeiten machen müssen.
Die Hitze hatte erwartungsgemäß Auswirkungen auf die Besucherzahl. Insbesondere viele Familien blieben angesichts der Temperaturen wohl lieber zu Hause. Dennoch fanden zahlreiche Gäste den Weg zum Sportplatz. Besonders erfreulich war für die Veranstalter, dass auch viele langjährige und ältere Stammgäste wieder dabei waren.
Für die Kinder war ein eigener Bereich im Schatten vorbereitet worden. Dort konnten sie sich beim Kinderschminken und mit bunten Haarsträhnen vergnügen. Organisiert wurde der Kinderbereich von Susanne Özates.
Auch die traditionelle Tombola durfte nicht fehlen. Mehr als 400 Preise warteten auf die Gewinner. Die Organisation hatte Elke Waldeck übernommen. Den Hauptpreis, eine Algundreise, konnte schließlich Franz Cermak, Kassier des SPD-Ortsvereins, entgegennehmen. Dass ausgerechnet der Kassier den Hauptgewinn zog, sorgte für einen kleinen humorvollen Moment.
Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Auf dem Speiseplan standen gegrilltes Fleisch, Würste, Fischsemmeln und Pommes. Ein besonderer Bestandteil des Sommerfestes sind seit Jahren die gegrillten Makrelen. Dafür war wieder Ralf Teichmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, am Grill zuständig. Die Makrelen wurden nach der besonderen Würzung „Edis Art” zubereitet, einer Tradition, die auf Teichmanns Onkel Edi zurückgeht.
Wer es lieber süß mochte, kam ebenfalls auf seine Kosten. Das von Selma Teichmann organisierte Kuchenbuffet war reichlich bestückt. Ein besonderer Dank geht daher an alle Besucherinnen und Besucher, die einen Kuchen mitgebracht und damit zum Angebot beigetragen haben.
Im Mittelpunkt des Dankes der Organisatoren stehen jedoch die zahlreichen Helferinnen und Helfer. Rund 30 Personen waren ehrenamtlich an den Vorbereitungen und am Festtag selbst beteiligt. Einige sprangen kurzfristig ein und übernahmen zusätzliche Aufgaben. Gerade angesichts der außergewöhnlichen Temperaturen war dieser Einsatz für die Organisatoren besonders wertvoll.
„Ein solches Fest kann man nicht einfach am Veranstaltungstag aus dem Boden stampfen. Es steckt sehr viel Vorbereitung dahinter”, betont Waldeck. Zudem entstehen zahlreiche Kosten, die unabhängig von der Besucherzahl anfallen – beispielsweise für die extra große Hüpfburg, Lebensmittel und weitere Ausgaben. Angesichts der geringeren Besucherzahl sei man daher froh gewesen, dass die Veranstaltung zumindest kostendeckend durchgeführt werden konnte.
Organisiert wurde das Fest von Monika Waldeck und Ralf Teichmann. Beide bedankten sich ausdrücklich bei allen, die trotz der Hitze gekommen waren und die Veranstaltung unterstützt haben.
„Wir hätten uns natürlich mehr Besucher, vor allem Familien, gewünscht. Trotzdem sind wir dankbar für jeden Einzelnen, der da war. Besonders gefreut haben wir uns über unsere treuen Stammgäste und natürlich über alle, die uns durch ihre Mithilfe unterstützt haben”, lautet das Fazit der Veranstalter.
Für das kommende Jahr wird nun überlegt, ob ein anderer Termin für das Sommerfest sinnvoll wäre. Sollte erneut eine extreme Hitzewelle angekündigt werden, könnte auch die Frage einer Absage im Raum stehen. Denn eines hat der diesjährige Sommer deutlich gezeigt: Nicht nur Regen, sondern inzwischen auch extreme Hitze kann für ein Fest im Freien zur Herausforderung werden.