Fronleichnam in der Pfarrei St. Johannes Nabburg - das ist mehr als „barocke Anmutung”, mehr als eine glänzende Monstranz durch die Stadt zu tragen, sondern ein ausdrucksstarkes Zeichen christlicher Zuversicht, den Herrn gegenwärtig in unserer Mitte zu wissen, in unserer Gemeinschaft, in der Prozession durch die Straßen und als Begleiter unseres Lebens. So fasste es Pfarrer Hannes Lorenz in einer kurzen Ansprache zusammen, die vom Freiluftgottesdienst im Schlosshof und zugleich ersten von vier Stationen auf den Weg in den Spitalhof, zum Unteren Markt und vor der Pfarrbücherei überleitete. Dabei stachen die jeweils als Unikate liebevoll geschmückten Altäre, noch mehr aber die mit großem Elan, detaillierter Kunstfertigkeit und in stundenlanger Mühe farbenfroh gestalteten Blumenteppiche besonders ins Auge. Sie trugen nicht nur zur Festlichkeit während der Prozession, begleitet von den Erstkommunionkindern, Jugendblaskapelle, Chor, Abordnungen verschiedener Vereine mit ihren Fahnen sowie Gremien der Stadt und Pfarrei, gefolgt von überaus vielen Gläubigen, bei, sondern wurden auch nach dem Schlusssegen und dem anschließenden gemeinsamen Frühschoppen noch bis in die Abendstunden vor allem von auswärtigen Besuchern bestaunt - in der Hoffnung, dass durch die gewählten Motive wieder mehr Menschen unter manch „Oberflächlichem” den tieferen christlichen Sinn von Fronleichnam entdecken.