Heuer gilt es an zwei geschichtliche und sehr einprägsame Ereignisse zu erinnern: Seit 75 Jahren nutzt die U.S. Army den 1938 von der Wehrmacht eingerichteten Truppenübungsplatz Hohenfels. Am 16. November 1951 müssen wegen der Westerweiterung „des Platzes“ 3218 Menschen ihr Zuhause endgültig verlassen.
Josef Schmaußer besitzt selbst enge Besitzungen zu dieser wunderbaren Juralandschaft. 1896 verließ sein Großvater, ebenfalls ein Josef Schmaußer, den 13 Höfe großen Ort Frabertshofen, 2 km südöstlich der Hohenburg, und gerwarb mit seiner Braut Maria Weiß aus Ammerthal die Hofstelle H.-Nr. 14 in Hohenkemnath. Die offiziell bei den US-Behörden in Hohenfels angemeldete Wanderung, hinauf zur seit 1812 demolierten Burganlage, nutzte der Heimatfreund auch zum Aufzeigen der interessanten Jurabotanik. So erlebten die 18 Besucher/-innen „Krampatbierlstauden“ (Wachholder), „Hundsbierln“ (Früchte des Hartriegels), „Wongroifala“ (Hagebutten) u. z.B.„Schousta-Nageerln“ die wunderbaren Blüten der zartlilafarbenen Pechnelken. Zahlreiches Bild- und Kartenmaterial und als besonderes Schmankerl ein farbiges Holzrelief des ehemaligen Allersburger Pfarrherrn Weigl, um 1912 in Allersburg, das plastisch die Hohenburg vor 1812 darstellt.1256/57 starben die letzten Hohenburger Markgrafen, darunter der berühmte Minnesänger Berthold, im Gefolge ihres engen Vertrauten Kaiser Friedrich II. in Silzilien auf dem Schaffott. Die Herrschaft Hohenburg fiel für Jahrhunderte an das Hochstift Hohenburg. Der Referent erinnerte auch an den geachteten ehemaligen Hauptlehrer und Heimatchronisten Friedrich Spörer, der sogar ein eigenes Museum aufgebaut hatte. Die Sammlung findet sich heute größenteils im Museum Parsberg. Eine Einkehr in die „Hammermühle“ rundete den gelungenen Einblick in einen sehr geschichtsträchtigen Ort ab.