Im Rahmen des Schwesternfestes der Schwesternschaft Wallmenich-Haus vom BRK im Kubus Ursensollen gab Peter Hausl, Konventionsbeauftragter des BRK BV Niederbayern/Oberpfalz, einen interessanten Vortrag über das humanitäre Völkerrecht und die Grundsätze sowie Ideale der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Hausl gab einen Überblick über die weltweite Rotkreuzbewegung und stellte anhand einer Karte die insgesamt 191 anerkannten nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften dar. Weiter ging es in dem Gastvortrag um die Verdeutlichung des humanitären Rechts, aufgespalten in Kriegsrecht mit dem Haager Recht und Genfer Recht und dem Friedensrecht, insbesondere Menschenrechte. Peter Hausl stellte auch das Genfer Abkommen und seine Zusatzprotokolle näher dar und hob dabei die geschützten Personen hervor – nicht geschützt seien die Kämpfer, geschützt jedoch die Nichtkämpfer. Interessant war auch die Präsentation der verschiedenen Zeichen des Roten Kreuzes nach dem Genfer Abkommen wie Roter Kristall, Schutzzeichen und Kennzeichen. Die Rotkreuz-Armbinde werde nur in einem von den Genfer Abkommen vorgesehenen Fall verwendet, in Deutschland also im Verteidigungsfall. Zudem sollen in besetzten Gebieten und Gebieten, in denen tatsächlich oder voraussichtlich Kampfhandlungen stattfinden, das zivile Sanitätspersonal und das zivile Seelsorgepersonal durch das Schutzzeichen und einen Ausweis erkennbar sein. Hausl stellte auch die verschiedenen Arten von Angriffen vor, davon die Drohnenkriegsführung als modernste und aktuellste Form, völkerrechtlich umstritten, weshalb ein neues Zusatzprotokoll gefordert wird. Verdeutlicht wurde dies durch die Zahl der Toten aufgrund der Angriffe auf medizinische Einrichtungen. Die Vorstellung des DRK-Gesetzes offenbarte den Zuhörern, dass das Rote Kreuz eine freiwillige Hilfsgesellschaft der deutschen Behörden im humanitären Bereich ist und zu deren Aufgabenbereich auch die Unterstützung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr gehört. Rotkreuzschwestern engagieren sich seit über 150 Jahren weltweit für Menschen in Not bei Naturkatastrophen, Epidemien, in Kriegs- und Krisengebieten oder im Rahmen langfristiger Entwicklungszusammenarbeit. Zum Abschluss gab Peter Hausl noch einen Überblick zu den Grundsätzen „Durch Menschlichkeit zum Frieden“ und „Menschlichkeit zwischen Waffen“ sowie zum Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. Oberin Tatjana Richter von der Schwesternschaft bedankte sich bei Peter Hausl und seiner Frau mit einem Präsent und Blumen für den interessanten Vortrag.