Im vollbesetzten Bus machten sich die Senioren der Gemeinden Ursensollen und Ammerthal am 23. Juli mit ihren Reiseleitern Christa Suttner und Gerd Kaiser auf den Weg zur Gedenkstätte Mödlareuth.
Nach dem Mittagessen wurde die Gruppe für die Führung durch das Deutsch-Deutsche Museum in zwei Gruppen aufgeteilt. Anschaulich wurde die bewegende Geschichte des kleinen Dorfes vermittelt, das durch die deutsche Teilung jahrzehntelang getrennt war. 1966 wurde eine rund 700 Meter lange Betonsperrmauer errichtet, von der heute noch etwa 100 Meter erhalten sind. Die Amerikaner nannten Mödlareuth mit seinen damals rund 50 Einwohnern „Little Berlin“.
Ein Film sowie der Rundgang durch die ehemalige Sperrzone und die Grenzanlagen machten eindrucksvoll deutlich, wie sehr die Teilung das Leben der Menschen bestimmte. Familien, Freunde und Nachbarn konnten plötzlich nicht mehr zusammenkommen. Seit der Grenzöffnung 1990 gehört eine Hälfte des Ortes zu Bayern, die andere zu Thüringen.
Nach diesen eindrucksvollen Erlebnissen ging es weiter zum nahegelegenen Untreusee bei Hof. Bei Kaffee und Kuchen sowie einer kleinen Wanderung entlang des Sees konnten die Senioren den Nachmittag gemütlich ausklingen lassen. Die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten rund um den See beeindruckten die Teilnehmer.
Gut gestärkt und mit vielen neuen Eindrücken waren sich alle einig: Es war ein schöner und gelungener Ausflug mit einer gelungenen Mischung aus Geschichte, Gemeinschaft und Erholung.