Wenn Stimmen aus Illschwang, Kastl und Ursensollen zusammenfinden, entsteht mehr als nur Musik – es entsteht Gemeinschaft. Kürzlich verwandelte sich das Illschwanger Pfarrzentrum „Patrona Bavariae“ in einen lebendigen Probenraum. Rund zehn musikbegeisterte Christen aus dem gesamten Pfarrverband und der näheren Umgebung waren der Einladung gefolgt, um einen Nachmittag lang in die Welt der geistlichen Musik einzutauchen.

Als Referent konnte der Regionalkantor Jan Blahuta gewonnen werden. Der erfahrene Kirchenmusiker verstand es von der ersten Minute an, die Teilnehmer abzuholen. Bevor die ersten Noten erklangen, standen grundlegende Aspekte im Mittelpunkt: Mit gezielten Impulsen zur Atemtechnik und professionellen Tipps zur Gesangstechnik schuf Blahuta die Basis für einen befreiten und harmonischen Klang.

Das Programm des Nachmittags schlug eine Brücke zwischen den Epochen. Auf der Agenda standen verschiedene Kanons aus dem Gotteslob, die schnell für eine lockere Atmosphäre sorgten. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Erarbeitung von Teilen aus der „Kurzen und leichten Messe“ des böhmischen Komponisten Robert Führer. Dieses Werk besticht durch seine eingängige Melodik und war ideal geeignet, um in der kurzen Zeit ein vorzeigbares und dennoch anspruchsvolles Ergebnis zu erzielen.

Neben der musikalischen Arbeit kam der menschliche Aspekt nicht zu kurz. Da die Teilnehmer aus unterschiedlichen Chören der Region stammten, boten die Pausen einen passenden Raum für den fachlichen und persönlichen Austausch. „Es ist bereichernd zu sehen, wie in den verschiedenen Chören gearbeitet wird“, so der Tenor unter den Sängern. Die gegenseitige Inspiration über die eigenen Kirchturmgrenzen hinweg wurden zusammen mit den wertvollen Impulsen von Jan Blahuta als wesentlicher Gewinn des Tages empfunden.

Der krönende Abschluss fand schließlich dort statt, wofür die Lieder bestimmt sind: in der Liturgie. In der Pfarrkirche St. Vitus gestaltete die Gruppe den Abendgottesdienst musikalisch. Unter der Leitung von Jan Blahuta präsentierten die Sängerinnen und Sänger die am Nachmittag einstudierten Werke. Die Kirchenbesucher kamen so in den Genuss eines frisch einstudierten Repertoires, das die Freude am gemeinsamen Glauben und Singen hörbar machte.
Am Ende blieb die Erkenntnis, dass Musik die beste Brücke zwischen Menschen ist – und die Hoffnung auf eine baldige Fortsetzung dieses Formats im Pfarrverband Illschwang-Kastl-Ursensollen.