Schon am Vorabend haben viele, helfende Hände dafür gesorgt, dass die Kirche und die Straßen Paulsdorfs festlich geschmückt sind. Wie jedes Jahr haben die Ministranten, die Erstkommunionkinder und der Benefizumsrat mit viel Liebe und Hingabe drei farbenfrohe Blumenteppiche aus Blüten, Sand und anderen Naturmaterialien gestaltet. Das Fest Fronleichnam begann mit einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul. Kaplan Marvin Schwedler überraschte die Gläubigen in seiner Predigt zu Beginn mit einer Rechenaufgabe, um anschließend mit einer kritischen Frage zum Nachdenken anzuregen: „Warum erkennen wir den eigentlichen Wert von etwas oft erst, wenn es fehlt, wenn es nicht mehr da ist?” Sei es unsere Gesundheit, unsere Heimat, liebe Menschen, oder eben die Kirche und unser Glaube. Vieles ist für uns selbstverständlich geworden. Zahlreiche Gläubige, Vereine und Gruppen machten sich im Anschluss an den Gottesdienst auf den Weg und begleiteten das Allerheiligste betend und singend bei der Prozession und haben so gezeigt: Gott ist nicht nur in der Kirche, unser Glaube ist lebendig und sichtbar. An den vier vorbereiteten Altären wurde haltgemacht und für die Anliegen der Menschen vor Ort, unsere Gesellschaft, für die Schöpfung, die Natur und die Kirche gebetet. Den feierlichen Abschluss dieses kirchlichen Hochfestes bildete das „Te Deum” in der Kirche und das Singen der Bayernhymne. Es hat sich wieder gezeigt, wie eng Glaube, Gemeinschaft und Tradition miteinander verbunden sind.