Ganz im Sinne einer stärkeren europäischen Verbundenheit fand auch dieses Jahr der Austausch des Max-Reger-Gymnasiums mit der französischen Partnerschule, dem Lycée Joséphine Baker in Hanches, statt. Für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler steht neben der Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse das Kennenlernen der französischen Kultur und des Schulwesens im Vordergrund. Außerdem wird auch ihre Selbstständigkeit durch das Zusammenleben mit der Gastfamilie gestärkt und ihr Weltverständnis durch viele neue Begegnungen und Erlebnisse erweitert. Selbstverständlich ist das touristische Angebot bei einer solchen Fahrt ebenso ein wichtiger Pluspunkt. So gehörte auch dieses Jahr – begleitet von den Lehrkräften Angela Ziegler und Veronika Frenzel – der Besuch der eleganten Landeshauptstadt Paris mit ihrem besonderen Flair und einer Bootsfahrt auf der Seine als Highlight zum Besuchsprogramm. Ein weiteres interessantes Ziel war die beschauliche Stadt Chartres mit ihrer überaus imposanten Kathedrale und ihren weltbekannten kobaltblauen Kirchenfenstern, deren Herstellung in einem Workshop anschaulich den sehr beeindruckten deutschen Schülern gezeigt wurde. Auf der To-do-Liste durfte auch das prächtige Schloss von Versailles nicht fehlen, das nicht nur mit seinen herrschaftlichen Gemächern, sondern auch mit seiner in der damaligen Zeit beispielgebenden Gartengestaltung faszinierte. Neben den Ausflügen standen Unterrichtsbesuche auf dem Programm, wobei die Amberger Schüler erlebten, dass in Frankreich die Schule fast jeden Tag bis 18 Uhr dauert. Im Anschluss an diese inspirierende Woche mit vielen neuen Kontakten fuhren die MRGler mit ihren französischen Austauschpartnern und den beiden Begleitlehrkräften Valérie Talaucher und Nicolas Filoche zurück nach Amberg. In Deutschland wurde den Gästen von der Organisatorin der Fahrt, OStRin Yvonne Hösl, ein ebenso abwechslungsreiches Programm geboten, wie es die Amberger Schülerinnen und Schüler in Frankreich kennengelernt hatten. Neben Tagesfahrten in die historisch interessanten Städte Regensburg und Nürnberg wurden ihnen auch die schönsten Ecken Ambergs gezeigt, wobei ein Empfang im Landratsamt dem Ganzen auch einen passenden offiziellen Charakter verlieh. Neben dem privaten Besuch einer Kirwa war der Besuch des Kufüs ein willkommenes Schmankerl. Ein großes Dankeschön an Frau Gajeck-Scheuck, die es auch dieses Jahr wieder ermöglichte, dass die MRG-Gastgeber und ihre französischen Gäste freien Eintritt in das Schwimmbad hatten. Beim Abschiedsessen nach zwei aufregenden, intensiven Wochen gab es viele Tränen, denn aus Fremden waren Freunde geworden. Oder wie eine Schülerin bemerkte: „Viele Paarungen haben super gematcht.” Auch OStRin Yvonne Hösl zog ein sehr positives Fazit: „Gerade in unseren jetzigen, von Unruhen geprägten Zeiten ist der Schüleraustausch ein wichtiges Signal, dass grenzüberschreitende Verbindungen der bessere Weg sind.”