Ein inszeniertes Figurentheater mit szenischer Lesung lässt anonymisierte Zeitzeugenberichte aus der NS-Zeit lebendig werden. Die Puppenspielerinnen Susi Claus und Astrid Endruweit aus Berlin bauen mit ihrem Stück „Einer von euch sein – Kindheit und Jugend 1933–1945“ eine Brücke zur Lebensrealität junger Menschen in dieser Zeit. Thematisch geht es um den Alltag zwischen Mitmachen, Verweigern und Deportation, um die Verlockungen der Hitlerjugend und des Bunds Deutscher Mädel sowie um die plötzliche Ausgrenzung. Das Stück wirft einen Blick auf Anpassung, Gruppenzwang und die Normalität des Unrechts. Die Aufführung findet am Donnerstag, 21. Mai, um 19 Uhr im DESt/OSTI-Gebäude am Wurmsteinweg 7 in der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg statt. Mit dem Gefolgschaftssaal im ehemaligen Verwaltungsgebäude des KZ-Steinbruchs wurde ein ungewöhnlicher Spielort gewählt, dessen Wandbilder das Stück optisch einrahmen und einen inhaltlichen Kontrast bilden. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung per E-Mail an theater@gedenkstaette-flossenbuerg.de wird erbeten.