Im fast vollbesetzten Bus fuhren 47 Teilnehmende ins benachbarte Thüringen. In Weimar und Erfurt erhielten sie in je zwei Führungen einen guten Einblick, der zum Wiederkommen anregte – beide Städte sind mit dem Auto ja schnell und leicht zu erreichen.
Das Weimar Goethes und Schillers, aber auch Bachs und Herders und vieler anderen großer Namen der deutschen Geschichte, präsentierte sich durch Weitläufgkeit in der Innenstadt, aber besonders in den schönen Parkanlagen an der Ilm. Diese allein wären einen längeren Besuch wert. Weimars Geschichtsträchtigkeit – hier nur erwähnt die Weimarer Verfassung von 1919 – veranlasste die UNESCO 1998 das klassische Weimar zum Weltkulturerbe zu erklären. Obwohl auch Hitler seine Spuren hinterlassen hatte. Erfurt – gleich daneben – mit schmalen Gassen in der mittelalterlichen Altstadt und dem großzügigen Domplatz, der eine herrliche Aussicht auf den Mariendom und die Kirche St. Severi bietet, wurde am Nachmittag besucht. Im Dom befindet sich unter anderem die größte freischwingende mittelalterliche Glocke der Welt! Die Führungen machten uns die beiden Städte schmackhaft und gewährten Einblicke in das Leben der genannten großen Dichter und Denker, zeigte uns aber auch wunderschöne Innenstädte und bemerkenswerte Architektur. Viel Interessantes erfuhren wir zum Beispiel über die älteste, bis zum Dach erhaltene Synagoge Mitteleuropas in Erfurt und natürlich die Krämerbrücke. Sie ist eine der wenigen komplett mit Häusern bebaute Brücke - beide Bauwerke stammen aus dem 11. Jahrhundert! Unser fachkundiger Stadtführer, ein Vermessungsingenieur, erklärte uns sehr anschaulich die Hintergründe für die Bebauung dieser Gebäude und des Domberges mit seinen 2 mächtigen Kirchen.
Nach der Busfahrt kehrten ein paar Unermüdliche in Arzberg's ebenfalls sehr liebevoll restauriertem historischen Ort ein - in der Gaststätte Bergbräu klang der Tag nach den vielen Eindrücken bei gutem Essen aus. Allgemein stand fest, dass beide Städte auch einen längeren Aufenthalt wert sind.