Hohe Einsatzbereitschaft, Übungsfleiß und gute Kameradschaft unter den Aktiven. Das zeichnet die Gailoher Stadtteilfeuerwehr aus. 2015 konnte die Wehr wieder Neumitglieder gewinnen.
Amberg (usc). „Ihr habt Euch gut entwickelt.“ Das Kompliment machte 2. Bürgermeister Martin Preuß den 44 Aktiven der Wehr und den Führungskräften. Unter den Aktiven sind auch sieben weibliche Kräfte. Sehr gut und breit gefächert lief die Ausbildung in der Jugendfeuerwehr.
Thimo Höcherl, 1. Kommandant der Wehr, zeigte in seinem Jahresbericht das Engagement in der Wehr auf. So führte sie 16 Übungen durch. Das sind nach seinen Angaben rund 430 Stunden für Aus- und Weiterbildung. Dazu zählt auch die Teilnahme an Übungsabenden mit den Dienstgraden und die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung. Der Bericht weist 12 Einsätze und 140 Stunden Sicherheitswache aus. Die Gailoher Wehr verfügt aktuell über 44 Aktive (gegenüber 40 Ende 2024), davon 37 männlich und 7 weiblich. Unter den 188 Vereinsmitgliedern sind 15 Passive, 119 fördernde und zwei Ehrenmitglieder.
Ein besonderes Ereignis war eine Einsatzübung mit dem 2. Zug der Amberger Feuerwehr im ehemaligen Donhauser-Hof. Darunter waren laut Höcherl verschiedene Einsatzszenarien wie Personenrettung unter Atemschutz, Löscharbeiten oder Anleitern. Eingebunden war die Wehr in den Blackout-Übung der Regierung.
Ergänzend zur Ausbildung vor Ort nannte Höcherl die Teilnahme an einem Ausbildungstag in der Feuerwehrschule in Lappersdorf. Und Lisa Schildbach besuchte mit großem Erfolg einen Lehrgang „Psychosoziale Notfallversorgung“ an der Feuerwehrschule Geretsried. Dafür gab es in der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr viel Beifall. Ebenso für die Verleihung der der Urkunden Deutsche Jugendspange, Wissenstest Bronze Stufe 1 und Wissenstest Silber Stufe 2.
Jugendwartin Hanna Geitner verwies in ihrem Jahresbericht auf 22 Übungen und Sonderdienste, wofür die neun Jugendlichen rund 450 Stunden ihrer Freizeit opferten. Dazu zählten unter anderem Löschaufbau und Wasserentnahme aus verschiedenen Örtlichkeiten und die Stationsausbildung. Fleißig wurde auch für den Erwerb der Deutschen Jugendspange geübt.
Bei der Wehr hat die Pflege der Geselligkeit einen hohen Stellenwert. Sie kam auch 2025 nicht zu kurz. Bei diversen Veranstaltungen und Festen, allem voran die Kirchweih, leisteten die Mitglieder an die 2.500 Helferstunden, wie 1. Vorsitzender Martin Heindl berichtete. Für 25-jährige Mitgliedschaft ehrte er Monika Geitner. Bei den fälligen Neuwahlen wurde Heindl in seinem Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist Thomas Wagner, Kassenprüfer Andreas Gehring.
Lob und Anerkennung gab es vom 2. Bürgermeister Martin Preuß. Er hob die gute Entwicklung in der Wehr hervor, besonders auch die vielen Aktivitäten. Er wünschte weiterhin guten Zusammenhalt vor allem in der Jugend und überreichte im Auftrag des dienstlich verhinderten Oberbürgermeisters eine Spende. Stadtbrandrat Heinrich Scharf sprach von einer guten Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Amberg, die 2026 mehrere Lehrgänge anbietet. Anerkennende Worte gab es auch für gute Jugendarbeit und die intensive Gewinnung von Quereinsteigern.