Der Festtag Taufe des Herrn war am Sonntag in der Klosterkirche St. Felix ein Tag der Freude, wie Guardian Pater Stanislaus Sliwinski sagte. Zelebrant des Festgottesdienstes war Jubilar Pater Sigmund, der am 2. Januar seinen 70. Geburtstag feiern durfte. Mit ihm standen noch seine Mitbrüder Pater Stanislaus Strojecki und Pater Rafau am Altar. Aus Blieskastel war Pater Mateusz, Delegat der Franziskaner-Minoriten der Krakauer Provinz in Deutschland, gekommen.
Prediger Pater Mateusz zitierte die Lesung aus der Apostelgeschichte, in der Petrus das Wirken Jesu so zusammenfasst: „Er zog umher, tat Gutes und heilte alle, die in der Gewalt des Bösen waren; denn Gott war mit ihm.“ Und genau davon war und ist der Dienst Pater Sigmunds geprägt. Viele Menschen kennen ihn seit 2004 als treuen Begleiter in Zeiten von Krankheit, Leid und Abschied. Im Krankenhaus, auf der Palliativstation, im Hospiz – an Orten, an denen große Fragen gestellt werden, an denen Angst, Hoffnung, Zweifel und Vertrauen oft dicht beieinanderliegen.
Krankenseelsorge bedeute nicht, schnelle Antworten zu geben, fuhr der Guardian des Wallfahrtsklosters Blieskastel fort. Sie bedeute vor allem da zu sein, zuzuhören, auszuhalten, mitzugehen. Viele, die Pater Sigmund begegnet sind, haben genau das erfahren: einen Menschen, der sich Zeit nimmt, der hinhört, der versucht, sich in die Lage des anderen hineinzuversetzen. Einen Seelsorger, der nicht vertröstet, sondern Mut macht. Der den Kranken spüren lässt: Du bist nicht allein. Dein Leben ist wertvoll – bis zuletzt. „Durch die Spende der Sakramente macht Pater Sigmund erfahrbar, dass Gott da ist. Er verlässt dich nicht, wenn der Weg dunkel wird.“
Unter dem Beifall der Gläubigen dankte der Deutschlandchef im Namen aller Mitbrüder der Delegatur dem Jubilar für seinen treuen Dienst in Neustadt und Weiden. Er sagte Danke für die vielen Jahre pastoraler Arbeit als Krankenseelsorger, für seine Geduld und Nähe zu den Mitmenschen und für seine Glaubwürdigkeit.
Anschließend waren die Gottesdienstbesucher zu einem Empfang ins Kloster eingeladen. Mit einem Gläschen Sekt stießen sie mit Pater Sigmund auf seinen runden Geburtstag an.