Beeindruckend, dass auch Spezialisten aus Medien oder Akademiker aus der Flugzeugtechnik an der Arbeit des Fassmachens solche Bereicherung erfahren. Dazu kamen Anfang März drei Männer aus München, Weissenburg und Bärnau in die Tirschenreuther Handwerkerscheune und machten sich zusammen mit den Aktiven an die Arbeit, selbst ein Bierfass herzustellen. In zwei Fällen hatten ihre Partnerinnen dieses Angebot im Internet entdeckt und ihren Männern heimlich dieses Geschenk gemacht. Mit großem Eifer machten sie sich an die Arbeit, denn der Wunsch, ein eigenes Fass mit nach Hause zu nehmen, war das Ziel. Dass man ihnen drei Tage Zeit ließ, war ihnen zunächst nicht ganz plausibel. Das kantige Eichenholz ablängen, zurecht hobeln, ausbauen, Dauben kochen und biegen und vorbereitete Dauben im Fassrund zusammen setzen und in der Stemmmaschine fügen, damit war der erste Arbeitstag vorbei. Für den zweiten Tage mussten die Akteure händisch das rohe Fass innen und außen putzen, hobeln und schleifen. Boden und Deckel erforderte passgenaues Zurichten und Einsetzen. Dies wollte nicht immer auf Anhieb gelingen. Also wieder herausnehmen, nacharbeiten und einsetzen, notfalls ein zweites oder drittes Mal. Auch die vier Fassreifen und Spund-, Zapf- und Pfeifenloch waren am zweiten Tag eingeplant. So blieb für den letzten Tag noch das Schilf zwischen die Dauben und in die Nut einzulegen und der „Feinschliff”, ehe die Stirnflächen mit Holzlack gestrichen wurden. Als besondere Dreingabe signierte Kollege Ernst die Fässer mit dem Wappen der Handwerkerscheune und somit freuten sie sich über das gelungene Fass.
Im Gästebuch ist zu lesen: Bin beeindruckt von einem alten, sehr interessantes Handwerk; Spitze wars, ein tolles Handwerk und eine erstklassige Mannschaft; ein großes Dankeschön für die großartige Arbeit des Vereins, hätte mir nicht vorstellen können, dass es so vielfältig und interessant ist und dem tollen Team kann man nur gratulieren!