Mit einem gemeinsamen Grillfest hat die Mittelschule Pressath den Abschluss ihres Projekts zum Thema Cybermobbing gefeiert. Gleichzeitig bedankten sich die Lehrkräfte bei den Schülerinnen und Schülern für ihren außergewöhnlichen Einsatz, den viele von ihnen weit über den Unterricht hinaus gezeigt hatten.
Den Ausgangspunkt bildete ein Aktionstag des „Bündnisses gegen Cybermobbing“, bei dem alle Klassen für die Chancen und Risiken digitaler Kommunikation sensibilisiert wurden. Damit die Inhalte nicht nur an einem einzigen Projekttag behandelt werden, entwickelte das Kollegium gemeinsam mit der Jugendsozialarbeit Laura Frank ein nachhaltiges Anschlussprojekt. Die Klassen der fünften bis achten Jahrgangsstufe produzierten eigene Videobeiträge, in denen sie Fallbeispiele nachstellten, Interviews führten und kreative Ideen für einen respektvollen Umgang im Netz präsentierten. Die fertigen Filme wurden anschließend der gesamten Schulfamilie vorgestellt und im Rahmen eines Wettbewerbs bewertet.
Dass die Beiträge eine so hohe Qualität erreichten, war vor allem dem großen Engagement der Schülerinnen und Schüler zu verdanken. Viele Szenen wurden mehrfach aufgenommen, Texte überarbeitet und Dreharbeiten sogar in der Freizeit fortgesetzt. Dieses Engagement wollten die Lehrkräfte nicht unbeachtet lassen.
„Uns war wichtig zu zeigen, dass Einsatz und gemeinsames Arbeiten gesehen und wertgeschätzt werden“, betonte Lehrer Jan Wiltsch. „Die Schülerinnen und Schüler haben Verantwortung übernommen, sich gegenseitig unterstützt und sich intensiv mit einem Thema auseinandergesetzt, das ihren Alltag unmittelbar betrifft. Das verdient Anerkennung.“
So verwandelte sich der Pausenhof der Mittelschule in einen Ort der Begegnung. Bei Bratwurst und Grillkäse, kühlen Getränken sowie Spielstationen mit Kicker, Torwand und Fußball konnten die Kinder und Jugendlichen den Projekterfolg gemeinsam feiern. Klassenübergreifend wurde gespielt, gelacht und miteinander ins Gespräch gekommen.
Lehrerin Johanna Seifert hob den pädagogischen Wert eines solchen Abschlusses hervor: „Schule lebt nicht nur vom Lernen im Klassenzimmer. Gemeinsame Erlebnisse stärken das Vertrauen untereinander und fördern den Zusammenhalt. Gerade bei einem Projekt gegen Cybermobbing ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler erleben, wie positiv Gemeinschaft sein kann, wenn man mit Respekt und Achtsamkeit aufeinander zugeht. Solche Erfahrungen bleiben oft länger im Gedächtnis als jede Unterrichtsstunde.“
Auch bei den Schülerinnen und Schülern kam die Feier hervorragend an. „Das Filmen hat richtig Spaß gemacht, auch wenn wir manche Szenen oft wiederholen mussten“, erzählte ein Achtklässler. „Dass die Lehrer als Dank so ein Fest organisiert haben, fanden wir richtig cool.“
Mit dem gemeinsamen Abschlussfest wurde ein Zeichen für die Schulgemeinschaft gesetzt. Denn gegenseitiger Respekt, Zusammenhalt und Wertschätzung sind zentrale Bausteine, um Cybermobbing vorzubeugen – nicht nur im Internet, sondern auch im täglichen Miteinander an der Mittelschule Pressath.