Es hat sich zu einer Tradition entwickelt, einen besonderen Tag an diesem beschaulichen Ort mit besonderer Ausstrahlung zu verbringen. In einer idyllischen Oase, in der Menschen innehalten, sich begegnen und im Glauben gestärkt werden, begrüßte Direktor Manfred Strigl die Teilnehmerinnen des Frauenbundes aus seinem Heimatort Schnaittenbach im Haus Johannisthal sehr herzlich und freute sich über das große Interesse an der Veranstaltung.
Der Tag stand unter dem Thema: Womit wieder „witzig” machen? Bezogen auf eine Übersetzung von Friedolin Stier: „Wenn das Salz seinen Witz verliert …”. Zu Beginn erhielt jede Teilnehmerin ein kleines Tütchen Salz und den Text: „Ihr seid das Salz der Erde”. Im übertragenen Sinn kann Witz auch Sinn bedeuten. Anhand eines Experiments wurde den Damen verdeutlicht, dass das Salz trägt. Wir können tragen und ertragen. Salz ist im Wasser unsichtbar. Auch Gott ist für uns Salz. Der ungewohnte Ausdruck lädt dazu ein, neu über die eigene Glaubenskraft und Ausstrahlung nachzudenken: Was gibt dem Glauben Würze? Wie kann er im Alltag wieder lebendig und kraftvoll werden? Also heißt es, nicht nur auf sich selbst schauen, sondern beschäftigen wir uns mit unseren Mitmenschen und gehen auf ihre Bedürfnisse ein! Sind wir selbst bereit, Altes loslassen zu können und für neue Erfahrungen im Leben offen zu sein, dann bleibt unser Leben würzig, witzig und voller Salz!
Vor der Mittagspause wurde der Kreuzweg „Du bist das Salz der Erde”, den der Referent vorbereitet hatte, gemeinsam in der Hauskapelle gebetet. Nach dem Mittagessen setzte sich der Tag fort mit dem Thema „Belohnung”, wobei betont wurde, dass Selbstliebe und Selbstbelohnung nicht vergessen werden sollten.
Zum Abschluss des bewegenden Einkehrtages feierte man gemeinsam die Hl. Messe. Alle waren sich einig, auch im nächsten Jahr wieder ins Haus Johannisthal zu kommen, um Ruhe, Orientierung und neue Kraft für Herz und Geist zu finden.