Der Heimatverein Grafenwöhr ermöglichte eine Führung durch das Wahrzeichen des Übungsplatzes und der Stadt Grafenwöhr. Rund 50 Interessierte nahmen daran teil, um unter der fachkundigen Leitung von Gerald Morgenstern und Josef Neubauer mehr über Geschichte und Bedeutung des Bauwerks zu erfahren.
Der Rundgang begann an der Wache 1 und führte die Gruppe zunächst über das Paradefeld. Dort legten die Teilnehmer einen Zwischenstopp an der „Ersten-Schuss-Gedenkstätte“ ein und erhielten spannende historische Einblicke. Anschließend ging es weiter in Richtung des markanten Turms.
Das Bauwerk gilt als prägendes Symbol der Region und beeindruckt durch seine besondere Architektur. Fachwerkelemente, Erker sowie der charakteristische Treppenturm mit Spitze und aufgesetzter Kanonensilhouette verleihen ihm ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Fertiggestellt wurde der Turm im Jahr 1911 unter der Leitung des Militärbaurats Wilhelm Kemmler. Mit einer Höhe von 43,5 Metern ragt er weithin sichtbar empor. Bemerkenswert ist zudem, dass der Wasserbehälter im achten Stockwerk bis heute noch in Betrieb ist.
Im Inneren erwartete die Besucher eine historische Ausstellung in den Museumsräumen. Präsentiert wurden unter anderem Uniformen und verschiedene Exponate, die die militärische Vergangenheit des Standorts anschaulich dokumentieren. Darüber hinaus erhielten die Gäste Einblicke in einen Konferenzraum der US-Armee.
Ein besonderes Highlight bildete der Ausblick von oben, den die Teilnehmer sichtlich genossen. Insgesamt wurde die Führung als äußerst informativ und hervorragend organisiert wahrgenommen. Der Heimatverein Grafenwöhr konnte mit dieser Veranstaltung erneut großes Interesse an der lokalen Geschichte wecken und diese eindrucksvoll vermitteln.