Vier Wochen nach der Europameisterschaft in Serbien, wo Dietrich Hermann ebenfalls den dritten Platz erreichte, ließ er in Budva/Montenegro den nächsten Paukenschlag folgen. Nach vier Kämpfen scheiterte er im Halbfinale am 25. Oktober lediglich an dem späteren Weltmeister Prokhor Startsev (Russland), der in der 80-kg-Gewichtsklasse derzeit das Maß aller Dinge ist. In der Vorrunde bezwang der 18-jährige Athlet des BC Amberg den Polen Antoni Bal. Es war eine knappe Sache. Hermann holte nur einen 3:2-Punktsieg und holte sich überdies eine Nasenfraktur. Damit konnte er nur mit angezogener Handbremse weitermachen. Dennoch schlug er im Achtelfinale den Holländer Marciano Pikero eindeutig. Ganz überlegen zog er seine gewohnte Stärke im Distanzkampf durch und gewann 5:0. Die mitgereisten Eltern konnten sich mit ihrem Sohn im Viertelfinale über einen weiteren klaren 5:0-Erfolg gegen den Armenier Samvel Siramargyan freuen. Hermann hatte ihn schon bei der Europameisterschaft bezwungen. Noch höher einzuordnen ist diese Leistung angesichts der Gesamtleistung des deutschen U 19-Nationalteams. Drei Kämpferinnen und vier Kämpfer gingen für Schwarz-Rot-Gold an den Start. Dietrich Hermann vertrat als Einziger nicht nur Bayern im Team, sondern holte auch als Einziger im deutschen Team eine Medaille. Die nächsten Ziele liegen im Männerbereich, was noch einmal ein weiterer Kraftakt werden wird. Auch da ist in einem Jahr die Teilnahme an Europa- und Weltmeisterschaft sein Ziel.