Ruslan Schönfeld, der in seiner Kaderschmiede seit Kurzem mit Dietrich Hermann einen Bronzemedaillengewinner bei einer Weltmeisterschaft in seinen Reihen hat, bemüht sich dennoch kontinuierlich darum, immer weiter junge Talente zu fördern. So nahm er wie alljährlich die Einladung zum 15. Boxevent in Klingenthal an. Die Veranstaltung findet stets im Gasthof Zum Walfisch statt, wo die Stimmung zum Bersten ist. Zwar wissen die Klingenthaler aus langjähriger Erfahrung, dass der BC Amberg stets die ersten Plätze abräumt, dennoch erfolgt alljährlich die Einladung und Amberg revanchiert sich mit einer Gegeneinladung zum Dult-Boxen. Außer den fünf Siegern gab es zwei Medaillen als bester Kämpfer (Daniel Belz) und als bester Techniker (Kai Klein) obendrein. In der Altersklasse der Kadetten (entspricht U 15) setzte Diego Findling in seiner jungen Karriere einen Fight mit Ausrufezeichen. Sein Gegner, Paiman Khatibi vom KSSV-Zwickau, wurde in der zweiten Runde angezählt. Insbesondere in der letzten Runde zeigte er seine Technik und nährte die Hoffnung, dass man noch viel von ihm erwarten kann. Kai Klein (Jugend/71 kg) überzeugte technisch und kämpferisch genauso gegen Oscar Büchel vom BSV Eilenburg. Die Zuschauer sahen einen richtig guten Kampf. Nico Kisielewski gehört zwar zu den Rookies, zeigte aber eine reife Leistung gegen Carl Sömmer vom BC Naumburg. Beharrlich trieb er seinen Gegner in die Ecke und bearbeitete ihn dort. Treffer musste er fast keine nehmen. Am Ende hatte er sich noch nicht mal richtig ausgepowert. Im Männerbereich holte Alexander Belz in der Gewichtsklasse bis 81 kg ebenso einen Sieg wie sein Bruder Daniel in der Klasse bis 75 kg. Alexander bezwang den amtierenden Sachsenmeister Bek Bekov vom BV Weimar. Insbesondere in der dritten Runde dominierte er das Geschehen eindeutig und holte den Sieg heraus. Auch ihm gelang es nahezu trefferfrei zu bleiben. Daniel Belz musste es mit dem erfahrenen Murad Mukaliev vom BV Weimar aufnehmen, der über 50 Kämpfe im Boxpass stehen hat. Daniel Belz verschlief ein wenig die ersten beiden Runden, übernahm in der dritten aber das Ruder und machte alles klar. Als letzter sprang Roland Pogorelov (Jugend/75 kg) kurzfristig ein. Er war der Einzige, der ohne Sieg heimkehrte. Dennoch zeigte er in seinem zweiten Kampf gegen Jonas Hahn (zehn Kämpfe) aus Leipzig eine starke Leistung.