Auf dem Bayerischen Staatsgut Almesbach fand im November wieder der diesjährige Bodenschutztag statt. Veranstaltet wurde die praxisorientierte Lehrveranstaltung von der Landwirtschaftsschule Weiden (LWS), in Zusammenarbeit mit dem Staatsgut Almesbach.

Studierende der Landwirtschaftsschulen Weiden und Cham setzten sich an diesem Nachmittag intensiv mit dem Thema Bodenschutz auseinander. An drei Stationen erhielten sie Einblicke in wichtige Maßnahmen, die zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenqualität beitragen.

Station 1: Erosion und Versickerung im Vergleich
Ein Regensimulator zeigte anschaulich, wie sich Starkregenereignisse auf unterschiedliche Böden auswirken. Dabei wurde deutlich, dass unterschiedliche Bodenbedeckung (z. B. bracher Acker im Vergleich zu einer Zwischenfrucht) und Bodenstruktur maßgeblich bestimmen, wie stark Erosion und Abfluss auftreten.

„Starkregenereignisse haben sich über die letzten Jahre vermehrt und können große Schäden anrichten“, betonte Michael Lukas, Experte vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) für den Bereich Wasser.

Ergänzend wurde das digitale System „Amazone Easy Check“ vorgestellt. Mit diesem Werkzeug lässt sich die Düngerverteilung im Feld einfach und präzise überprüfen – ein Beitrag zur effizienten und ressourcenschonenden Nährstoffausbringung.

Station 2: Auswirkung einer Zwischenfrucht im Boden
An der zweiten Station wurden verschiedene Zwischenfruchtmischungen im Feld betrachtet. Mithilfe einer Spatenprobe konnten die Studierenden die Bodenstruktur untersuchen und den Einfluss der Pflanzenwurzeln auf Lockerung und Durchlüftung beobachten. Zwischenfrüchte leisten so einen wichtigen Beitrag zur Erosionsminderung, zur Nährstoffspeicherung und zur Förderung des Bodenlebens.

Station 3: Artenvielfalt der Zwischenfrüchte
Die dritte Station widmete sich der Artenkunde der Zwischenfrüchte. Dabei wurden verschiedene Pflanzenarten vorgestellt, die sich in Durchwurzelung, Nährstoffbindung und Wachstum unterscheiden. Die Teilnehmenden lernten, wie gezielte Artenkombinationen helfen können, Bodenfunktionen zu verbessern und langfristig die Bodenfruchtbarkeit zu sichern.

Fazit: Bodenschutz als Grundlage der Lebensmittelproduktion
Der Bodenschutztag machte deutlich, dass der Boden als zentrale Ressource der Landwirtschaft besondere Aufmerksamkeit verdient. „Die Erhaltung der Bodeneigenschaften ist die Voraussetzung für die Produktion von Lebensmitteln – und damit eine wesentliche Aufgabe für die Landwirtinnen und Landwirte von morgen.“ so Gerhard Gradl, Schulleiter der LWS Weiden.