Ein Ort, von einer Mauer in zwei geteilt. Berlin? Nein, Mödlareuth im Landkreis Hof. Und genau dorthin ging es für die beiden zehnten Klassen des HCA-Gymnasiums. Ihnen wurde im Deutsch-Deutschen Museum in dem kleinen Dorf direkt an der Grenze zu Thüringen die Möglichkeit geboten, ein Stück deutsch-deutscher Geschichte hautnah erleben zu können. Zunächst bekamen sie eine aufschlussreiche Führung im Außenbereich des Museums, die sie entlang eines noch erhaltenen Stückes des Grenzzaunes zwischen der Bundesrepublik und der ehemaligen DDR führte. Darüber hinaus bekamen sie einen Fluchtpunkt zu sehen, an dem es 1973 einem Mann gelang, von der DDR in die BRD zu fliehen. Natürlich sahen die Schüler auch die bereits zu Beginn erwähnte, an Berlin erinnernde Mauer. Ein oben angebrachtes Kanalrohr und weißer Anstrich sollte Fluchtversuche erschweren. Den Abschluss der Führung bildete der sogenannte „Schutzstreifen“, der einen Beobachtungsbunker, eine Hundelaufleine und einen Beobachtungsturm umfasst. Nach einer kurzen Pause durften die Schüler noch selbstständig die Ausstellung innerhalb des Museums erkunden, in der es allerlei Artefakte zu sehen gab. Diese Gegenstände zeigten deutlich den allgegenwärtigen Schrecken zur Zeit der Teilung, aber auch die Freude, als die Mauer endlich gefallen war.