Bereits zum zehnten Mal hat der Bezirk Oberpfalz des Bayerischen Landes-Sportverbandes (BLSV) seinen Ehrenamtspreis verliehen – diesmal an zehn „Stimmen des Sports und der Sportvereine“, wie die Bezirksvorsitzende Barbara Hernes die Preisträger im Haus Johannisthal begrüßte. Die ausgezeichneten Ehrenamtler, die teilweise schon seit Jahrzehnten ihre Sportorganisation prägen, schaffen mit ihrem Engagement und ihren Ideen auch die Grundlage für einen zukunftsfähigen Sport, lobte Hernes deren herausragenden Einsatz – egal, ob im Breiten- oder Gesundheitssport, wo alle davon profitierten, oder im Spitzensport, wobei sie auf eine baldige Neuauflage der Olympische Spiele in München hoffte. „Freiwilliges Engagement ist die Basis des Vereinssports!“
Moderiert von Magdalena Müller und musikalisch begleitet von der Gruppe „Fei schej“ aus Arnschwang bezeichnete Windischeschenbachs Bürgermeister Karlheinz Budnik den BLSV-Ehrenamtspreis als „sichtbares Zeichen des Dankes“ für einen Einsatz, der die Region lebenswerter macht und den Zusammenhalt der Gesellschaft stärkt. „Sport verbindet die Generationen, fördert die Gesundheit und vermittelt Werte“, fügte Budnik hinzu: „Hinter allen Erfolgen stehen Menschen!“ In die gleiche Kerbe schlug die stellvertretende Landrätin von Neustadt/WN, Karolina Forster mit ihrer Würdigung der von den Ehrenamtlern investierten Zeit und übernommenen Verantwortung: „Sie schaffen Gemeinschaft, sie schaffen Heimat!“
„Sport ist gelebte Demokratie“, argumentierte auch die Kulturreferentin des Bezirks Oberpfalz, Kerstin Radler, die dem BLSV für die durch den Ehrenamtspreis geschaffene Anerkennungskultur dankte. Über 90 000 Trainer und Übungsleiter sowie 300 000 ehrenamtlich Tätige machten den BLSV und seine 57 Fachverbände zu der größten Personenvereinigung Bayerns, die auch vom Bezirk Oberpfalz viel Unterstützung erfahre: Zur Förderung des Breitensports stellt er dem BLSV-Bezirk jährlich 19.000 Euro, der Bayerischen Sportjugend 7.700 Euro und den Fachverbänden 45.000 Euro neben den sonstigen Sportfördermittel in Höhe von 60 000 Euro zur Verfügung.
BLSV-Präsident Jörg Ammon freute sich über die kürzlich übersprungene Schallmauer von fünf Millionen Mitgliedern im BLSV, die in rund 11.500 Vereinen ihrem Sport nachgehen. Deren Basis sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter, die viel Zeit und Herzblut investieren, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Dass ihr Engagement die Gemeinschaft zusammenhält, habe auch die jüngste Kommunalwahl gezeigt, bei der viele Ehrenamtler aus dem Sport für die Vertretungen ihrer Mitbürger erhoben. Als Beispiel nannte Ammon den BLSV-Kreisvorsitzenden von Tirschenreuth, Andreas Malzer, der zum Bürgermeister von Konnersreuth gewählt wurde.
Nach den Grußworten stellten jeweils ein Laudator aus den BLSV-Kreisen oder den Fachverbänden die Verdienste der neuen Ehrenamtspreisträger vor, ehe das „Ehrungskommando“ mit BLSV-Präsident Jörg Ammon, der Bezirksvorsitzenden Barbara Hernes und Bezirksrätin Kerstin Radler die Ernennungsurkunde, eine Taschenuhr als Ehrengabe und eine Magnumflasche Zoiglbier überreichte. In vielen der Dankesworte der Geehrten wurde deutlich, mit wieviel Herzblut sie sich seit vielen Jahren für ihre Mitmenschen, ihre Vereine und ihre Sportverbände engagieren.
Aus dem BLSV-Sportkreis Tirschenreuth freute sich Doris Reiß vom TSV Pechbrunn-Groschlattengrün über die Verleihung des Ehrenamtspreises. Seit 2011 steht sie an der Spitze des Vereins, zuvor war sie drei Jahre 2. Vorsitzende von 2009 bis 2011. „Doris Reiß steht für Zusammenhalt und ein generationsübergreifendes Sportangebot“, würdigte der BLSV-Kreisvorsitzender Andreas Malzer die Ehrenamtlerin, die insgesamt seit 50 Jahren im Verein tätig, davon 25 Jahre als Leiterin des Kinderturnens und 15 Jahre als Trainerin. Mit innovativen Ideen wie dem Oma-und-Opa-Turnen schuf sie neue Sportangeboten, die regen Zuspruch fanden. Bei jährlichen Events wie dem TSV-Schauturnen mit 150 Aktiven und zweimal 250 Zuschauern hat sie stets die organisatorischen Fäden in der Hand.