Zum Tag des offenen Denkmals lud der Freundeskreis Goglhof nach Eberhardsbühl ein. Traditionelles Handwerk sollte lebendig gemacht werden. Groß und Klein konnten hautnah miterleben, welche Schritte nötig sind, um aus der Flachspflanze spinnfähige Fasern zu gewinnen. Angela Ruppert (Kleintierhof „Hohe Straße“) demonstrierte diesen Prozess eindrucksvoll. Was sich sonst noch alles aus Lein herstellen lässt, zeigte Martina Lederer („Lederers Landleben“, Funkenreuth) an ihrem Stand: Neben frischem Leinöl konnten die Gäste auch mit Kräutern oder Chili aromatisiertes Rapsöl probieren sowie verschiedene Mehlsorten aus eigenem Anbau entdecken. Für die Kinder gab es eine ganz besondere Mitmach-Aktion: Beim traditionellen Drischl-Dreschen probierten sie selbst aus, wie Getreidekörner mit dem Dreschschlegel aus den Ähren geschlagen werden. Anschließend trennten sie das Getreide in einer alten Wurfmühle von Spreu und Unkrautsamen.
Wer wollte, konnte zudem sein Gewicht auf einer historischen Dezimalwaage bestimmen. Der Höhepunkt des Nachmittags war die Inbetriebnahme einer alten Dreschmaschine. Werner Luber sowie Rudi und Thomas Bauernfeind führten vor, wie zeitintensiv und kräftezehrend diese Arbeit in der Ära vor dem Mähdrescher war. Für die musikalische Umrahmung und heimatliche Klänge sorgten Evi Strehl, Elfriede Jonscher, Brigitte Grädler und Karin Bleisteiner. Die erfahrenen Musikerinnen unterstützten Fritz (Schifferklavier), Martha und Amelie (Querflöte) sowie Marla (Gitarre), die nach einigen gemeinsamen Proben in den letzten Wochen am Goglhof ihren ersten gelungenen Auftritt feierten. Den restlichen Nachmittag gestalteten Haus- und Hofmusikant Hans Pirner und Karin Bleisteiner. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Die Besucher stärkten sich bei Kaffee, frischem Zwetschgen- und Apfelkuchen sowie den bekannten „Köichla“ von Resi List. Wer tiefer in die Historie des Anwesens eintauchen wollte, erfuhr von Jakob List spannende Details zur Geschichte des Goglhofes.