Wenn die gute Stube am Goglhof ruft, dann lassen sich die Gäste nicht zweimal bitten: Sogar der sprichwörtlich letzte Platz war besetzt beim gemütlichen Beisammensein, zu dem der Freundeskreis Goglhof eingeladen hatte. Was die Besucher erwartete, war ein buntes Programm voller Lokalkolorit, Musik und gelebter Tradition. Für die perfekte Unterhaltung sorgte ein eingespieltes Trio: Ortsheimatpflegerin Elfriede Winter, der 1. Vorsitzende Ernst Luber und „Haus- und Hofmusikant“ Hans Pirner gestalteten den Nachmittag mit einer bunten Mischung aus humorvollen Geschichten, tiefsinnigen Gedichten und altbekannten Liedern.
Dass die Gäste nicht nur zum Zuhören gekommen waren, bewiesen sie beim kniffligen Mundart-Quiz oder dem Entziffern alter Kurrentschrift – das Publikum zeigte sich sattelfest in Sachen Heimatwissen und Dialekt. Ernst Luber regte mit seinen Erzählungen über alte Bauernweisheiten zum Nachdenken an und animierte die Anwesenden eigene Erlebnisse und Anekdoten aus früheren Zeiten mit der Runde zu teilen. Musikalisch ging es hoch her als die Stube unter der Regie von Hans Pirner „Hans, bleib daou“ und „Döi Erdäpflsuppn is dick“ anstimmte.
Zu einem echten Oberpfälzer Nachmittag gehört natürlich auch eine zünftige Brotzeit. Der Freundeskreis Goglhof tischte ordentlich auf: Frisches Bauernbrot, würziger Obatzter und Schnittlauchbrote. Die Gäste langten herzhaft zu und ließen den rundum gelungenen, gemütlichen Nachmittag mit anregenden Gesprächen ausklingen.