Am Aschermittwoch versammelten sich unsere Pfarrei-Senioren-Schirmitz und Gäste zu ihrem traditionellen Seniorennachmittag – einem Treffen, das längst zu einem festen Bestandteil unseres kirchlichen Lebens geworden ist. Es waren Pfarrer Thomas Stohldreier, Pfarrer Andreas Hanauer und Bürgermeister Ernst Lenk anwesend. Wie so oft war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.
Den geistlichen Mittelpunkt des Nachmittags bildete der Wortgottesdienst mit Aschenauflegung, den unser Pfarrer, Thomas Stohldreier, in würdiger Weise leitete. Er erinnerte daran, dass das Aschenkreuz, das wir empfangen, uns die Wahrheit unseres Menschseins vor Augen stellt: „Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.“ Diese Worte sind kein Ausdruck von Hoffnungslosigkeit, sondern eine Einladung zur Wahrhaftigkeit.
Doch Pfarrer Stohldreier deutete das Aschenkreuz zugleich als Zeichen des Trostes und der Hoffnung. Die Asche, die uns an Vergänglichkeit erinnert, wird im Zeichen des Kreuzes auf unsere Stirn gezeichnet. So spricht sie von der Geborgenheit in Gott, der unser Leben trägt – gestern, heute und in Ewigkeit. Die kommende Fastenzeit, so betonte er, lade uns ein, still zu werden, das Herz Gott hinzuhalten und neu auf seine Nähe zu vertrauen.
Nach der besinnlichen Feier waren die Senioren zum gemeinsamen Fischessen eingeladen. In schlichter, aber herzlicher Weise war der Tisch bereitet. Dass gerade am Beginn der Fastenzeit Fisch gereicht wird, trägt eine tiefe Symbolik in sich. Der Fisch ist in der christlichen Tradition das älteste Sinnbild für Jesus Christus selbst. Das griechische Wort „Ichthys“ wurde von den ersten Christen als Bekenntnis verstanden: Jesus Christus, Gottes Sohn, unser Erlöser.
Mit großer Sorgfalt war der Nachmittag vom Vorsitzenden Alfred Wulfänger und seinem fleißigen Helferkreis vorbereitet worden.
So wurde dieser Seniorennachmittag zu einem wundervollen und würdigen Auftakt der österlichen Bußzeit.