Vollmond über der Pfarrkirche St. Laurentius. Wer am 28. August besonders früh aufsteht, kann sich eventuell eines ähnlichen Bildes erfreuen und auch noch eine weitere spannende Beobachtung am Himmel machen. Um 4.30 Uhr beginnt die Kernschattenphase einer partiellen Mondfinsternis, deren Maximum der Verdunklung um 6.12 Uhr erreicht sein soll. Dazu Uwe Pilz, der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde: „Der Beginn der partiellen Phase kurz nach halb fünf lässt sich gut sehen: Der Mond steht hoch am Himmel, es ist noch dunkle Nacht.“ Der Vollmond werde mit bis zu 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers in den Kernschatten der Erde eintreten.
Nach Mythen, alten überlieferten Erzählungen und dem Mondkalender sollte man bei Vollmond bestimmte Dinge vermeiden, auch wenn wissenschaftlich vieles davon nicht bewiesen ist. Dazu zählen zum Beispiel große operative Eingriffe, da der Körper angeblich stärker blutet und Wunden langsamer heilen.
Für eine Umrundung der Erde benötigt der Mond 29,5 Tage. Zum bevorstehenden „himmlischen Geschehen“ berichtete der Deutschlandfunk am 31. Juli: „Im Monat August erscheint der Vollmond gleich zweimal besonders groß. Auf seiner nicht kreisrunden Umlaufbahn wird der Mond am Dienstag und am 31. August seine größte Erdnähe erreichen.“ Dieses Ereignis nenne man oft „Blue Moon“, dessen Name sich vom englischsprachigen Ausdruck „once in a blue moon – etwa alle Jubeljahre – ableite. Denn tatsächlich gebe es nur „alle Jubeljahre“ zwei Vollmonde in einem Monat.