Wenn die Alten Herren der Sportfreunde Ursulapoppenricht auf Reisen gehen, dann ist eines garantiert: Langweilig wird es nicht. Erste Station war am Freitag das John-Deere-Werk in Mannheim, wo es eine Führung gab. Am Abend stand Fußball auf dem Programm. Zwei Gastspieler aus Plankstadt halfen den Upos aus. Besonders einer hatte seinen Spaß: Er lief mit der Rückennummer 69 und dem Schriftzug „Ursulapoppenricht“ auf dem Rücken auf. Den außergewöhnlichen Ortsnamen – der regelmäßig in Listen der kuriosesten Orte Deutschland auftaucht – fand er derart amüsant, dass er das Trikot am liebsten behalten wollte. Gesagt, getan: Das Trikot wechselte nach dem Spiel den Besitzer. Anschließend wurde gemeinsam gefeiert.
Am Samstag stand eine Wanderung auf dem Philosophenweg auf dem Programm. Danach wartete Heidelberg mit Schloss, Altstadt und dem berühmten Großen Fass. Es fasst rund 219.000 Liter Wein – rechnerisch wären das gut 1,4 Liter pro Heidelberger. Damit bekommt man locker jeden Einheimischen betrunken. Oder anders formuliert: Wäre das Fass mit Bier gefüllt gewesen, hätte es für die Alten Herren an diesem Wochenende vermutlich gerade so gereicht. Weniger beeindruckend fiel die Schlossbeleuchtung am Abend aus. Das Feuerwerk war okay (nicht viel spektakulärer als etwa auf der Dult in Amberg), beim Farbenspiel des Schlosses war man sich jedoch einig: Verkehrsampeln bieten mehr Abwechslung.
Wohin die Abschlussfahrt 2027 führt, ist noch offen. Eine Idee steht aber bereits: Die AH wollen die Alten Herren des TSV Petting herausfordern – keineswegs aus einer Bierlaune oder Schnapsidee heraus, sondern nach dem Genuss einiger Limoncello Spritz. Ob in Ursulapoppenricht, Petting oder auf neutralem Boden (etwa in Tuntenhausen im Landkreis Rosenheim) – dieses Duell hätte schon allein wegen der Ortsnamen absoluten Kultstatus.