In der so reichen Geschichte der Kirchenmusik in der katholischen Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer ist der Name von Hans Fröhlich unauslöschlich. Noch vor seiner Zeit waren es Hans Pronadl, Albert Götz, Theodor Kilbert, Hans Dietl und Klemens Tischler, die sich als Organisten und Chorleiter einen Namen machten. Seit dem Pfingstfest 1966 saß der aus Flossenbürg stammende Hans Fröhlich als 17-Jähriger an der Flosser Kirchenorgel. Wiederholt hat sich dies bei der Primiz des Heimatpriesters, Pater Leo Beck. Dass es heute über 60 Jahre sind und die Kirchenorgel zu seinem Hobby als Lehrer, zuletzt als Konrektor der Grund- und Mittelschule wurde, das hätte er selbst nicht geglaubt. Vor fünf Jahren musste Fröhlich seine Tätigkeit als Organist und Leiter des Kirchenchores und des Kirchenorchesters aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen aufgegeben. Ein schmerzlicher Schritt, der zugleich zu einem tiefen Einschnitt in die Kirchenmusik der Pfarrgemeinde wurde. Was überaus dankbar anzuerkennen ist: Fröhlich sitzt heute noch an der Orgel, wenn Aushilfe bei Gottesdiensten, Beerdigungen und Andachten gebraucht wird. Auch der Flosser Harald Bäumler (Chorleiter in Neustadt WN ) sitzt öfter als Aushilfe an der Heimatorgel, ebenso seine Frau Klara. Die Nachfolge von Fröhlich hat in den letzten Jahren Elisabeth König aus Neustadt/Waldnaab angetreten, die sich auch der Jugendförderung besonders annimmt.
Pfarrer Max Früchtl, Kirchenpflegerin Angelika Sellmeyer, die Mitglieder der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates, aber auch die Gläubigen wissen den persönlichen Einsatz von Fröhlich sehr zu schätzen. Er hat der Kirchenmusik in der Pfarrgemeinde seinen prägenden Stempel aufgedrückt und ist heute noch unentbehrlich.
In seiner sehr persönlich gehaltenen Laudatio am Ende der Vorabendmesse am Samstag hatte Pfarrer Max Früchtl über Fröhlich von einem hochverdienten, allseits geschätzten Mitchristen gesprochen und aus ganzem Herzen ein aufrichtiges Vergelt’s Gott gesagt. Sein unermüdliches Schaffen und Wirken im Dienst der „musica sacra“ könne man mit Worten gar nicht genug würdigen. Fröhlich gehöre zu den herausragenden Persönlichkeiten des Flosser Pfarrlebens. Was unter seiner Regie alles geschehen und geworden ist, würde einen Sammelband füllen. Pfarrheim, pastorale Aktivitäten und Aktionen tragen seine Handschrift.
Pfarrer Früchtl sprach von einem Mann, einem Christen voller Superlative. Herausragend sein Schaffen und Wirken für die Flosser Kirchengemeinde. So habe Fröhlich die katholische Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer Floß zu einem Synonym für Kirchenmusik kreiert und Chor- wie auch Orchesterwerke von höchstem Anspruch und Niveau erklingen und erleben lassen. Es waren jeweils unvergessliche musikalische Aufführungen wovon noch lange, sehr lange, die Rede sein wird, hielt der Pfarrer fest. Sein Wahlspruch: „Ich will den Herrn singen, solange ich lebe, will meinen Gott spielen, solang ich da bin“ hat der Jubilar all seinem Tun und Wirken vorangestellt. Durch Ehefrau Irene, zuletzt aktives Mitglied des Kirchenchores, und den beiden Söhnen Christoph und Michael erfuhr Fröhlich helfende Unterstützung.
Den Dankesworten des Pfarrers schloss sich Kirchenpflegerin Angelika Sellmeyer, auch im Namen des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung an. Hans Fröhich hat durch sein meisterhaftes Können das katholische Gotteshaus und den Glauben zum Klingen gebracht.