Am Weißen Sonntag wird in Weißenberg immer der erste Gottesdienst im Jahr gefeiert. In diesem Jahr gab es einen besonderen Anlass dabei: Heidi Wohlfahrt beging ihr 50-jähriges Dienstjubiläum an den Orgeln in der Kirchengemeinde. Der feierliche Ort war natürlich der Heimatort Weißenberg mit der Kirche St. Veit. Die meisten Orgeleinsätze in diesen Jahren waren jedoch in der Kirche St. Stephanus in Edelsfeld. Sonn- und Feiertage, Andachten, Taufen, Trauungen und Beerdigungen wurden musikalisch von Heidi Wohlfahrt 50 Jahre begleitet. Auch im Kirchenchorbereich war und ist sie im Einsatz. Konzerte wurden von ihr gestaltet und organisiert. Liebe zu vielfältiger Musik mit Können und Fleiß war ihr eigen. KMD Gerd Hennecke gestaltete den Gottesdienst musikalisch zur Ehre von Heidi mit der Orgel.
Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Rudi Gruber und KMD Gerd Hennecke sprachen zur Gemeinde über die Wirkungszeit von Heidi Wohlfahrt. „Musik muss in die Seele gehen und aus vollem Herzen wieder heraus!“ – Es sind vielleicht die Worte, mit denen Heidi Wohlfahrt ihren Antriebsmotor beschreibt. So schaut sie sicherlich auf ihr Leben, das von klein auf geprägt war von der Musik, auf die vielen Jahre voll Liebe zur Musik und zum Musizieren. Es war ein Dienst mit und an der Orgel in der Kirchengemeinde, ihrem Dienst vor Gott und für die Menschen. Wer Heidi kennt, sie erlebt und hört, wer mit ihr singt und spielt, der empfindet und spürt diese Liebe greifbar nahe. Wir danken dir, liebe Heidi, aus vollem Herzen, du hast mit deiner Musik die Seele geöffnet, so Gruber.
Wir spüren bei jedem Gottesdienst mit dir genau, was du dir zur Aufgabe gemacht hast. Mit deinem musikalischen Spiel für die göttlichen Worte kommen diese in unseren Herzen tatsächlich an. Der Dank des Dekanats wurde von Hennecke mit einem Beispiel seiner Tante zum Ausdruck gebracht. Sie wurde eben 97 und spielt noch immer Orgel, so hast du, liebe Heidi, noch einige Jahre Orgelspiel in der Kirche vor dir.
Solange unser Herrgott dich noch lässt und solange der Kopf und deine Hände mitspielen, wirst du, so hoffen wir, noch weiterspielen. Und wir versichern dir aus ganzem Herzen unseren Dank und bitten Gott um seinen Segen für dich und dein Wirken. Er vergelte dir alles Gute und Segensreiche, dass dein Dienst zu seinem Lob und zu unserer Freude war, ist und hoffentlich noch eine ganze Weile bleiben wird.