Zwei aus dem öffentlichen Leben in Ebermannsdorf und der Region nicht mehr wegzudenkende Vereine feierten gemeinsam ihr Jubiläum. Der Historische Verein Ebermannsdorf besteht seit 20 und die Köhlerfreunde seit 15 Jahren.
Josef Gilch, seit Anfang an bei beiden Organisationen Vorstand, blickte kurzweilig mit so mancher Anekdote an die Anfänge des Historischen Vereins zurück, der im Rahmen der 1000 Jahrfeier der Gemeinde Ebermannsdorf von 17 Begeisterten 2006 gegründet wurde. Man stand mit leeren Händen da. „Nix hamma ghabt, nierda mal nix!“, so Gilch. Aus den 17 Mitgliedern sind jetzt 90 geworden. Mit Spendenaktionen wurde die Renovierung des Kriegerdenkmals und die großen Aktion für die Johanniskirche, die mit fast 40.000 € unterstützt. Auch die Köhler sind aus der Region nicht mehr wegzudenken. Seit 15 Jahren wird das alte Handwerk am Köhlerplatz vorgeführt. Schulklassen und Wandergruppen erhalten seitdem Einblick in das harte Leben der Köhler und die Verbindung zur Eisenindustrie im Amberg-Sulzbacher Raum und die Verbindung zum Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim.
Glanzpunkt war letztes Jahr das europäische Köhlertreffen mit über 400 Köhlern aus halb Europa gewesen. Bürgermeister Erich Meidinger, betonte die hervorragenden Leistungen der beiden Organisationen für das soziale Miteinander im Dorf. Von Burgweihnacht über Vorträge und Führungen bis zur Köhlerwoche und Rauh-Nacht-Wanderungen, reichte das kulturelle Angebot. Josef und Conny Gilch zeigten sich berührt und dankbar.
Jürgen Rieger und Thomas Krybus dankten im Namen aller Mitglieder, dem Vorsitzenden Josef Gilch und seiner Frau Conny für ihre Arbeit mit einem Fotobuch quer durch 20 Jahre Vereins-Leben.
Josef Gilch dankte allen, die den Erfolg der letzten 20 Jahre erarbeitet haben und verwies gleich auf die kommenden Projekte wie den Versuch auf historischem Weg Teer und Pech herzustellen und das Aufzeigen von Altstraßen die früher einmal durch das Gemeindegebiet von Ebermannsdorf geführt haben.