In gewissem Sinne gehört er zu den „Paten” des Zessauer Gemeinschaftshauses: Denn schon bei dessen Einweihung 2014 stand Marius Koslowski auf der Bühne des frisch errichteten Gebäudes und verblüffte, damals gerade 14 Jahre alt, die Festbesucher mit „magischen” Fingerübungen. Das Repertoire wurde größer und vielfältiger, die Bühnenshow souveräner und professioneller, längst ist der Pressather kein „Geheimtipp” mehr – keine Frage, dass ihm auch für seinen Zessauer Zauberabend, zu dem die Zessau-Weihersberger Feuerwehr und die „Eichenlaub”-Schützen eingeladen hatten, ein gut gefülltes Haus sicher war.
Dass sein gut anderthalbstündiges, zungenfertig und pointensicher selbst moderiertes „Best of”-Programm bewusst einen Schwerpunkt auf routiniert dargebotene „Lieblingsnummern” setzte, hatte seinen Grund: 20 Jahre ist es her, dass Marius Koslowski als sechsjähriger Bub die Freude am Zaubern für sich entdeckte und im Kreis von Familie und Freunden seine ersten „Shows” gab. Wer schon öfters Gelegenheit hatte, einem Auftritt des Magiertalents beizuwohnen, wird manchen der Spielkarten-, Mentalmagie- und Zahlenzauberei-Kunststücke wiedererkannt und am Ende des Abends dennoch buchstäblich „bezaubert” und zugleich ein wenig ratlos den Saal verlassen haben.
Denn ob es „nur” die durch geschlossene Finger und Becherwände wandernden Würfel, Bälle oder Karten sind, der schwebende Tisch, die per „Gedankenlesen” geknackte Smartphone-PIN oder der aus einer zerrissenen Zeitungsseite gezogene Fetzen mit einem Textfragment, dessen Substantive sich auch in einem zu Beginn des Abends verschlossenen Umschlag notiert finden und deren Buchstaben noch etliche weitere Stationen des Abends „prophezeiten”: „Wie es geht”, bleibt für den nicht eingeweihten Zuschauer ein undurchschaubares Rätsel, das seinen Nervenkitzel-Faktor nie verliert.