Der Kath. Frauenbund hatte vergangene Woche zu einem interessanten Vortrag mit Heilpraktikerin Stephanie Braukmüller eingeladen. Das Thema: „Wie unser Lebensstil uns krank macht und was wir dagegen tun können”, hat anscheinend den Nerv der Zeit getroffen, denn das Pfarrheim platzte aus allen Nähten. Vorsitzende Gerda Six konnte neben der Referentin auch die zweite Diözesanvorsitzende Rita Kleierl willkommen heißen.
Zu Anfang ging Frau Braukmüller den Fragen nach: „Was ist Stress?” und „wie hängen Schmerz und Stress zusammen?” Stress entsteht immer dann, wenn eine Person die Situation als Bedrohung, Verlust oder Herausforderung empfindet und nicht sicher ist, ob sie genügend Ressorcen für die Bewältigung besitzt, sagt sie, dann schaltet der Körper auf Alarm. Stress ist eigentlich überlebenswichtig und ist bei uns Menschen von Grund auf so angelegt. Eine Prise Stress kann uns also zu Höchstleistungen verleiten, macht uns im ersten Moment belastbarer und schützt uns außerdem vor Erkrankungen, weil das Immunsystem hochfährt. Andauernder Stress konfrontiert unseren Körper aber ständig mit Stresshormonen und kann dadurch krank machen, so dass es nicht nur psychische, sondern auch körperliche Auswirkungen haben kann. Der Körper arbeitet nicht mehr rund und das wirkt sich auch auf den Blutdruck, die Verdauung und den Schlaf aus, dadurch werden Entzündungen verstärkt und Schmerzen können chronisch werden. Der Lebensstil ist ebenfalls ein Schlüssel zu Schmerz, ist die Referentin überzeugt, denn bei einer ungesunden Ernährung fehlen dem Körper Baustoffe. Emotionale Komponente können auch Auslöser für die Schwächung des Immunsystems sein, sowie zu wenig Bewegung und Schlaf. Die beiden letzteren im richtigen Rhytmus sind sehr wichtig zur Regeneration, dann ist der Körper wieder fit. Was kann ich tun, damit ich mich wohlfühle, fragte sie die Zuhörer und gab auch gleich die Antwort. Man muss selbst aktiv werden. Jeder sollte für sich selbst entscheiden, mit welcher Aktivität er gut zurecht kommt. Sich nicht von Anfang an gleich überfordern, sondern in kleinen Schritten anfangen und sich allmählich steigern, war der Rat von Frau Braukmüller. Auch Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Massagen können zum Stressabbau beitragen. Enorm wichtig ist auch regelmässiger Schlaf zu regelmäßigen Zeiten. Und wenn alles zuviel wird und nichts mehr zu helfen scheint, kann man sich Hilfe von außen holen, gab sie den Zuhörern abschließend mit auf den Weg.
Gerda Six bedankte sich für den überaus interessanten und nützlichen Vortrag und überreichte Stephanie Braukmüller ein Blumenpräsent mit Gutschein.