Der Vortragsabend des Katholischen Frauenbundes Schönsee am 08. April im Zächhaus erwies sich als voller Erfolg. Die frühere Landtags- und Bundestagsabgeordnete Marianne Schieder referierte über Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Das Thema stieß auf sehr viel Interesse, sodass alle Plätze besetzt waren. Auch Schönsees Bürgermeister Reinhard Kreuzer, Andreas Hopfner und Josef Fleißer, sowie Stadtpfarrer Wolfgang Dietz besuchten die Veranstaltung.
Die Vorsitzende Hannelore Hopfner begrüßte die zahlreichen Gäste und betonte, wie wichtig es sei, sich diesen Themen „in gesunden Zeiten“ zu widmen, bevor sie das Wort an die Referentin übergab.
Marianne Schieder, selbst Mitglied beim Frauenbund und Juristin mit zwei Staatsexamen, bezweckte mit ihrem Vortrag, die „Motivation, sich mit dem Thema zu beschäftigen“ zu steigern. Nebst den Verfügungen und Vollmachten in schriftlicher Form sei das Gespräch mit den Angehörigen enorm wichtig, um seinen Willen kundzutun, unterstrich Marianne Schieder: Denn „letztendlich muss der Mensch selbst die Entscheidung haben“, lautete die Prämisse unter Berücksichtigung aller persönlichen und ethischen Fragen. Im Fall der Fälle könne man sich so als Angehöriger im emotionalen Ausnahmezustand deutlich besser orientieren.
Marianne Schieder definierte die beiden Begriffe, klärte auf, was die beiden Schriftstücke bewirken, was bei der Erstellung zu berücksichtigen sei und welche Voraussetzungen für eine Gültigkeit bestehen. Mit den Informationen, dass man weder Mediziner noch Jurist sein muss, um rechtsgültige Verfügungen zu erlassen, nahm sie viele Berührungsängste im Zusammenhang mit diesem ersten Thema. Mit Beispielen aus der eigenen Lebenserfahrung und etlichen Tipps machte Marianne Schieder auch die abstrakten Sachverhalte sehr anschaulich.
Im Anschluss war Zeit für Fragen und Diskussionen. Hier wurden ebenfalls lebensnahe Situationen behandelt und weitere Möglichkeiten erörtert, bevor der Abend mit Applaus für die Referentin endete.