Der Duft von Weihrauch im frühen Morgenlicht, feierliche Kirchenlieder auf den Flurwegen und später geselliges Beisammensein bei bestem Festwetter: Das traditionelle Pfingstfest in Tröglersricht hat am Pfingstmontag erneut zahlreiche Besucher angezogen. Veranstalter war der CSU-Ortsverein Weiden-Ost unter Vorsitz von Hans Forster, der damit eine seit Jahrzehnten gepflegte Tradition fortführte.
Bereits um 7 Uhr begann vor der Pfarrkirche St. Josef die Flurprozession zur Tröglersrichter Dorfkapelle. Anfangs schlossen sich nur wenige Gläubige Kaplan Wolfgang Weyer und den Ministranten an. Doch während des etwa eineinhalbstündigen Weges durch Weiden-Ost und die Fluren wuchs die Teilnehmerzahl stetig an. Rund 250 Gläubige erreichten schließlich gemeinsam das Ziel auf der Anhöhe von Tröglersricht.
Angeführt von Kreuz und Fahnen bewegte sich die Prozession betend und singend durch die Landschaft. Über der Monstranz spannte sich ein Baldachin, getragen von vier Männern. An mehreren festlich geschmückten Altären wurde Halt gemacht. Dort erklangen Gebete und Lieder, während um Gottes Segen für Menschen, Familien, Felder und Fluren gebeten wurde. Die Sonnenstrahlen des herrlichen Pfingstmorgens ließen die Weihrauchschwaden besonders eindrucksvoll wirken und verliehen der Prozession eine beinahe mystische Atmosphäre.
Vor der restaurierten Dorfkapelle feierte Kaplan Weyer anschließend die Heilige Messe unter freiem Himmel. Viele Besucher standen oder saßen auf den Bänken rund um die Kapelle und verfolgten den Gottesdienst vor der idyllischen Kulisse. In seiner Predigt sprach der Geistliche über Wahrheit, Orientierung und die Einheit mit Gott. Gerade in einer Zeit, in der jeder seine eigene Wahrheit zu besitzen glaube, brauche es einen festen Maßstab. Nicht Ideologien oder gesellschaftliche Trends, sondern das Wort Gottes und der Heilige Geist gäben den Menschen Halt, betonte Weyer.
Für die musikalische Gestaltung sorgte der Kirchenchor St. Josef unter der Leitung von Piotr Pająk. Zum Abschluss der Messe erklang traditionell ein Marienlied, das von vielen Gläubigen mitgesungen wurde und den feierlichen Vormittag stimmungsvoll abrundete.
Im Anschluss ging das kirchliche Fest in den weltlichen Teil über. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Benjamin Zeitler begrüßte CSU-Ortsvorsitzender Hans Forster zahlreiche Gäste zum Pfingstfest. Bei Speisen, Getränken und guten Gesprächen wurde bis in den Nachmittag hinein gefeiert. Viele Besucher nutzten die Gelegenheit, Freunde und Nachbarn zu treffen und die Dorfgemeinschaft zu pflegen.