In der Zunahme von Zuwendungen von Geldstrafen nach Verkehrsdelikten sieht Dagmar Höller eine Verbesserung des Handlungsspielraums der Gebietsverkehrswacht. Verkehrserzieher Paul Zawal bedauert die „dürftige Freiwilligkeit“ bei der Ausbildung von Schülerlotsen und mahnt „erkennbare Mängel an der Lese- und Schreibfähigkeit“ der Siebtklässler an.
Mit Informationen über die Tätigkeit der Schulweghelfer, Plakataktionen an den Bundesstraßen, die kostenfreie Ausgabe von Arbeitsheften für die Fahrradausbildung, Schulweghelfer, die Fahrradausbildung an Schulen, Schulwegtraining für Vorschüler, den risikobehafteten toten Winkel, Pedelec-Training und die Schülerlosenfahrt nach Pottenstein gestaltete Andreas Bscherer die Mitgliedersammlung der Verkehrswacht. Er dankte für die Unterstützung durch Banken und Kommunen, durch die wichtige Aufgaben wie die Zusammenarbeit mit Kindergärten und Schulen übernommen werden können. „Wir werden als Ansprechpartner gebraucht“, versicherte der Vorsitzende. Als Verkehrserzieher sprach Zawal über ministerielle Vorgaben zur Fahrradausbildung von Schülern, die 2025 für den Bereich Eschenbachmit der erfolgreichen Prüfung von 198 Schülern (einschließlich Nachprüfung) beendet wurde. Er stellte die Stationen der Ausbildung einschließlich „Fahrt im Realverkehr“ vor, berichtete von 522 Schülern, die am Schulwegtraining teilgenommen haben, und vom Auftritt der Puppenbühne der Polizei.
Die Ausführungen und Anmerkungen Bscherers zur geplanten Führerscheinreform gaben Anlass zu einer regen Aussprache, in deren Verlauf er bisherige und künftige Inhalte gegenüber stellte und einräumte: „Die angedachten Ziele sind gut, aber die Umsetzung geht nicht in die richtige Richtung.“ Bereits die Online-Unterrichtsstunden und das Lernen mit Handy in Corona-Zeiten hätten eine „nicht besondere Erfolgsquote“ erbracht. Die heutige Generation brauche statt Selbststudium eine gestalterische Begleitung. Wegen der angedachten Laienausbildung durch Eltern gingen Strukturen verloren. Bscherer ging gar davon aus, „dass wegen der erforderlichen Fehlerbehebung und die daher vor der Prüfung erforderliche Nachschulung der Führerschein noch teurer wird“.