Bei sonnigem Wetter traf sich die Umweltinitiative im Bachviertel zu einem Rundgang mit Johannes Büttner, einem betroffenen Anwohner zum Thema „Hochwassergefährdung”. Anhand von Bildern des Hochwassers von 1909 konnten Maßnahmen der Anwohner u.a. mit gefliesten Hauswänden, entsprechend der damaligen Wasserhöhe, wahrgenommen werden. Auch wenn mit der Vertiefung des Erlbachs die Hochwasserhöhe bei einer Wiederholung des Jahrhunderthochwassers beim Lagerhaus Kopp vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) mit „nur noch” 85 cm angenommen wird (statt 1909 fast 2 Meter), besteht damit im Bereich der unteren Bachgasse eine relevante Gefährdung. Der Zustrom vom Erlbach erfolgt hier zwischen den Häusern 8 und 10, aber wohl auch schon über den dort verlaufenden Abfluss der „Flei”, der beim Weg durch den Stadtpark gut zu sehen war. Im Bereich der Oberen Bachgasse geht das WWA von dichten Häusern aus, damit seien nur die Häuser auf der Bachseite betroffen, die Hochwasserhöhe wird dort bei Hausnr. 21 mit 20 cm angenommen. Johannes Büttner wies in diesem Zusammenhang auf Unstimmigkeiten in den Berechnungen des WWA hin: so seien vom Vermessungsamt nicht alle strömungsrelevanten Mauern und Gebäude erfasst. Das WWA habe versprochen, mit diesen Hinweisen zeitnah eine Neuberechnung vorzunehmen. Beim Rundgang wurde auch eine mögliche Entsiegelung der fast durchgehend geteerten Flächen sowie die Umsetzung des ISEK-Konzeptes zum Freilegen des in der Bachgasse verrohrten Bachlaufes und der angedachte Weg von der Oberen Bachgasse zum Philosophenweg betrachtet. Die Umweltschutzinitiative wird sich weiter mit dem Thema Hochwasserschutz im Bachviertel beschäftigen.