Vom 30.07. bis zum 09.08. begaben sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stamm Graf Gebhard auf das Bundeslager 2026. Elf Tage wurde mit rund 6000 „Pfadis“ das 50-jährige Jubiläum des Bund der Pfadfinder*innen zelebriert. Die 11- bis 23-jährigen Teilnehmenden des Stamm Graf Gebhard reisten dafür circa fünf Stunden ins Pfadfinder-Zentrum Immenhausen in Nord-Hessen mit dem Bus an. Angekommen, begann der intensive Aufbau der Kothen und Jurten, die markanten Schwarzzelte der Pfadfinder. Nach der feierlichen BuLa-Eröffnung konnten die Pfadis ihrer Kreativität freien Lauf lassen: Schilder bemalen, welche den Zeltplatz verschönerten und viele verschiedene hilfreiche Konstruktionen bauen, wie beispielsweise eine Müllstation, welche die Mülltrennung vereinfachte, einen Turm, an dem eine Uhr befestigt wurde, eine Halterung für unseren Briefkasten und vieles andere. Ein weiteres Highlight war der „Foodmarket“. Für diesen bereiteten die Pfadis vormittags einen vielseitigen mexikanischen Schichtsalat vor und trugen diesen zu ihrem selbstgebauten Stand am Marktplatz, wo alle knapp 50 bayerischen Stämme ebenfalls ein Gericht aufgetischt hatten. In der großen Runde wurde – wie vor jeder Mahlzeit – ein „Essensspruch“ gemacht und somit das Signal gegeben, die verschiedensten Gerichte zu probieren. Eine Teilnehmerin stellte fest: „Besonders lecker waren die Gerichte der internationalen Gruppen.“, denn neben Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus ganz Deutschland zelteten auch internationale Gäste aus über 20 verschiedenen Nationen am Lagerplatz. Auch der Stamm Graf Gebhard hieß seinen polnischen Partnerstamm erneut als Gast willkommen. Dies wurde durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk ermöglicht, eine internationale Organisation, die mit Regierungsbeiträgen Polens und Deutschlands Jugendarbeit dieser Art unterstützen. So folgten noch viele neue Bekanntschaften für die Pfadis. Es wurde bei Talentshows gestaunt, bei Singewettstreiten mitgefiebert und in „Pinten“ – atemberaubende, riesige Zeltkonstruktionen mit Lagerfeuer und Ausschank – Singerunden am Lagerfeuer bis in den späten Abend angestimmt. Am Tag der Abreise wurde noch vor Sonnenaufgang geweckt. Man verabschiedete sich von neuen und alten Freunden, baute gemeinsam die Zelte ab und stieg in den Bus zurück nach Hause, nach Sulzbach-Rosenberg ein.